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Diese Karte zeigt die Coworking Spaces in NRW – und sie macht nachdenklich

Coworking-Spaces sind für Gründer, kleine Startups und Selbstständige oft ein wichtiger Katalysator. Neue Spaces entstehen in Düsseldorf, Köln und Umgebung. Die Dichte an diesen Angeboten sagt auch etwas über die Startup-Kultur einer Stadt aus.

Der Journalist und Deutsche-Startups.de-Redakteur Thomas Riedel hat das Interesse an alternativen Arbeitsformen zum Anlass genommen und eine Übersicht der Coworking Spaces in Köln und Umgebung erstellt. Mittlerweile ist eine Karte für ganz NRW entstanden. Es gibt rund 40 Einträge und bisher mehr als 1900 Abrufe. So sieht die aktuelle Landschaft in NRW aus:

Aufgefallen ist Riedel der Coworking-Trend bereits 2012/2013, in den Jahren habe es eine Art „Startup-Aufbruchstimmung“ gegeben. In den folgenden Jahren sei es in der Kreativ-Szene allerdings ein wenig ruhiger geworden, bevor es seit diesem Jahr wieder aufwärts zu gehen scheint.

„Wenn man sich die Zahlen anguckt, dann sind wir immer noch weit abgeschlagen von Berlin. Während in NRW 10 neue Coworkingspaces entstehen, sind es in Berlin und Umland 50. Die Wachstumsrate ist einfach so viel größer“, sagt Thomas Riedel und sieht somit Nachholbedarf – auch was das Thema Startups und Investitionen angeht. „Berlin ist im internationalen Vergleich zwar auch noch relativ klein, aber das Rheinland bewegt sich noch immer im provinziellen Bereich. Da müssen wir noch eine ordentliche Schippe drauf legen.“

Dennoch ist das Rheinland für Startup-Experte Riedel auf einem aufsteigenden Ast. Es gibt eine große Startup-Szene, die untereinander gut vernetzt ist. Viele inzwischen bereits große Player wie Trivago treiben die Community voran. Hinzu kommen spezielle Standortfaktoren wie die vielen, großen Unternehmen, die hier in der Region bereits angesiedelt sind. Diese können als Inkubatoren wirken und aufstrebende Starups fördern.

Thomas Riedel freut sich, dass das Thema inzwischen auch in der Politik angekommen ist: „Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel hat zum Beispiel Startup zu einem seiner wichtigsten Themen gemacht. Die NRW-Städte machen inzwischen sehr viel, damit sich Startups wohlfühlen. Und auch das Land fördert immer mehr Projekte. Das ist finanziell zwar immer noch ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber es ist ein Anfang und gut, dass es an vielen Stellen Bewegung gibt.“

Doch was braucht es, damit sich das Rheinland nach diesem Anfang auch weiterhin in der bundesweiten Startup-Szene etablieren kann? Laut Thomas Riedel muss sich vor allem in Sachen Bildungspolitik etwas tun: „Für Startups ist es häufig schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu bekommen. Gut ausgebildete Programmierer werden händeringend gesucht, der Bedarf ist riesig. Daher muss sich auch einiges in Sachen Bildung tun, wir bräuchten zum Beispiel viel mehr Programmierschulen in NRW. Denn Programmierer sind das Erdöl unserer Zeit.“

Die Coworking Map wird ständig aktualisiert, Vorschläge nimmt Thomas Riedel bei Twitter oder auf seiner Website entgegen.

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