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Mega-Deal für Essener – so ging es mit dem eball weiter

Höhle der Löwen: Essener Gründer Uli Sambeth sichert sich Deal mit allen Investoren

Zum ersten Mal schließt ein Gründer in der Investmentshow „Die Höhle der Löwen“ einen Deal mit allen fünf Investoren ab. Für eine halbe Million Euro verkauft Uli Sambeth die Hälfte seines Unternehmens. Was ist aus dem Deal geworden?

Nach drei Staffeln der Start-up-Show auf Vox hat Uli Sambeth geschafft, was noch keinem Gründer vor ihm gelang: Der Essener konnte gleich alle fünf Löwen von seiner Erfindung überzeugen – und die schlugen zu. Mit seiner Idee möchte Uli Sambeth die Fortbewegung revolutionieren. Und Jochen Schweizer, Ralf Dümmel, Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Frank Thelen wollten das auch. Millionen Fernsehzuschauer sahen zu, wie die fünf Investoren um den Erfinder buhlten – und sich schließlich auf Teamwork einigten.

Eigentlich wollte der 49-jährige Gründer nur 12,5 Prozent seiner Firma abgeben. Dass es dann doch 51 Prozent wurden, störe den Essener nicht. „Ich bin wirklich glücklich“, erzählte Uli Sambeth wenige Tage vor Ausstrahlung der Show. Der Deal wurde bereits im März dieses Jahres aufgezeichnet. Die Unternehmensanteile seien nach der Aufzeichnung aber noch etwas nachverhandelt worden. „Ich wollte die Mehrheit behalten“, sagt Sambeth.

„Mit fünf Löwen einen Termin zu finden, war schwierig“

Uli Sambeth hat den eball erfunden. Eine Ufo-artige Plattform, auf der man stehen und in alle Richtungen fahren kann – alles rein elektrisch und bis zu 20 Stundenkilometer schnell. „Der eball passt gut in unsere Zeit“, sagt Uli Sambeth. Sportlich und umweltschonend. Mit dem Potenzial das Segway als Lifestyle-Transportmittel abzulösen, überzeugte der Erfinder aus Essen alle fünf Investoren.

Dabei hatte Uli Sambeth zu Beginn nur zwei Favoriten: „Es war klar, dass Ralf Dümmel den eball auch produzieren kann“, sagt Sambeth. Aber auch Jochen Schweizer hatte er als potenziellen Investor ins Auge gefasst. Dass der Deal dann mit allen fünf Löwen abgeschlossen wurde, freut den Unternehmer umso mehr. „Der größte Glücksgriff.“ Mit fünf Löwen zusammenzuarbeiten, sei aber gar nicht einfach. Das habe schon bei der Terminabsprache angefangen. „Einen gemeinsamen Termin zu finden, war schwierig.“

„Das ist jetzt ihr Baby“

Jeder Löwe habe außerdem seine eigenen Vorstellungen gehabt, wohin das Unternehmen gehen soll. „Die Investoren sind Alpha-Tierchen, das hat man gemerkt“, sagt Sambeth. Über den Deal und die Unterstützung ist er aber vor allem dankbar. „Was mir da passiert ist, das war wirklich traumhaft.“

Die Idee zum eball sei ihm beim Segway-Fahren gekommen. „Ich habe mir überlegt, dass man das doch um eine Dimension erweitern müsste.“ Das war im Sommer 2013. „Nach drei Monaten hatte ich dann den ersten Prototypen fertig und habe Patent angemeldet. Man kann auf einer Kugel rollen. Das gab es bis dahin einfach noch nicht.“

Der eball ist seine erste Erfindung. Bei „Die Höhle der Löwen“ habe er mitgemacht, weil ihm die Expertise gefehlt habe, den eball auch in Serie produzieren und vermarkten zu können. Das hätte nun das Kompetenzteam der fünf Show-Löwen übernommen. „Die machen das jetzt; die wollen das. Das ist jetzt ihr Baby“, sagt Uli Sambeth, der von Haus aus eigentlich Medizininformatiker ist.

Der eball soll erst Sommer 2017 lieferbar sein

Seit Ausstrahlung der Show kann der eball online bestellt werden. 999 Euro kostet er. Gründer und Investoren rechnen mit vierstelligen Absatzzahlen in den ersten Stunden nach der Show. Lieferbar soll das Fortbewegungsmittel aber erst ab Sommer 2017 sein.

Von seiner Idee ist der gebürtige Freiburger nach wie vor überzeugt: „Das ist eine Wahnsinnssache“, sagt Sambeth. „Wir wollen das ganz breit auf die Straße bringen.“

Auf dem Foto: Der Essener Uli Sambeth sicherte sich einen Deal mit allen fünf Investoren. (Quelle: Vox/Bernd-Michael Maurer)

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