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Die Kaffee-Kenner aus Düsseldorf

Die Leidenschaft für Kaffeebohnen entflammte bei den Managern Jan Scheffler (l.) und Max Wieberneit durch einen glücklichen Zufall.

Gerade einmal ein Jahr ist es her, dass die Unternehmensberater Max Wieberneit und Jan Scheffler von „Addvise“ ihr stylishes „Röstmeister“-Café im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel eröffneten. Seither treffen sich täglich die Fans dieses Muntermachers am Belsenplatz, um in heimeliger Atmosphäre Latte Macchiato und Espresso zu schlürfen.

Der amerikanische Airstream im Stil der 1950-er Jahre des Duos düst durch Düsseldorf – auch hier an Bord die Bohnen aus Guatemala, Kenia, Äthiopien, Kolumbien und Brasilien. Das Fazit der Neu-Gastronomen: „Kaffee ist Kult, Kaffee ist in. Wir lagen genau richtig damit, uns in diesem Segment auszubreiten“, sagt Scheffler. „Als Start-up-Berater kamen wir an die Leute, die Röstmaschinen für die unbehandelten Kaffeebohnen vertreiben. Und wir waren sofort überzeugt, dass diese Apparate eine große Zukunft in unserem eigenen Café haben würden.“

Düsseldorfer Kaffeegenuss: Von frisch gerösteten bis „aus nachhaltigem Anbau“

Gerade die frisch gerösteten Bohnen – ob vor Ort oder im Päckchen für zu Hause – scheinen es auch den Düsseldorfern angetan zu haben. Es gibt weitere Café-Betreiber, die ebenfalls die Nase im Wind hatten, und neben dem Verkauf auch „Tastings“ und Schulungen anbieten. Fast direkt gegenüber von den Röstmeistern befindet sich die Kaffeeschmiede auf der anderen Seite der Luegallee, die Kaffeebohnen aus den wichtigsten Anbaugebieten der Welt röstet. Am Carlsplatz zieht das Kaffeereich in einem kleinen Büdchen Genussmenschen in seinen Bann. Das Café Schvarz im Zooviertel nimmt es mit dem Umweltschutz genau, da es Bohnen von Kleinbauern anbietet, die nachhaltig angebaut und fair gehandelt worden sind. Und da wäre dann noch „die Olga“ in Pempelfort mit ihrem „Die Kaffee“.

„Viele Menschen sehnen sich nach Entschleunigung, das geht am besten bei einer guten Tasse Kaffee“

Neben Röst-Bohnen gibt’s bei Olga Sabristova Großzügigkeit in Bezug auf den nicht-flüssigen Konsum, denn jeder darf sein eigenes Frühstückbrot mitbringen – ein „Service“, der anfangs belächelt wurde, aber Olga viele Gäste sichert. Auch die Düsseldorfer Diplom-Psychologin Gabriele Birnstein verschlägt es manchmal dorthin, und sie hat ihre eigene Theorie zur neuen, deutschen Kaffee-Welle: „In unserer hektischen Welt sehnen sich viele Menschen zunehmend nach Entschleunigung, nach einem Innehalten. Und das geht am besten bei einer guten Tasse Kaffee, ganz so wie früher bei Muttern oder wie in den alten, plüschigen Cafés.“ Ihre eigene Kaffeegeschichte steht für Max Wieberneit und Jan Scheffler noch am Anfang. Als gewiefte Manager haben sie eine weitere Dependance schon im Blick, wo sie etwas anbieten wollen, was ebenfalls als trendy gilt: Kaffee wie zu Omas Zeiten via Porzellanfilter über der guten, alten Tasse aufgebrüht. Scheffler: „Für die einen ist Röstkaffee das neue Altbier, für die anderen der neue Champagner. Städter pflegen ihn als neue Lebensart.“

Auf dem Foto: Die Leidenschaft für Kaffeebohnen entflammte bei den Managern Jan Scheffler (l.) und Max Wieberneit durch einen glücklichen Zufall. (Quelle: Andreas Bretz)

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