Nachrichten

Ohne Businessplan geht gar nichts

Gründer sollten den Businessplan gut planen und sich auch beraten lassen, empfehlen Experten der Sparkase im Rahmen des Gründergipfels NRW

Wer anderer Leute Geld haben will, muss ein Konzept haben, das den Kapitalgeber überzeugt – sonst wird es nichts mit dem geliehenen Geld. Ein Businessplan kann da gute Überzeugungsarbeit leisten. Wenn man ihn gut vorbereitet.

An guten Ideen mangelt es Gründern meist nicht – deshalb sind Existenzgründer ja Gründer. Ganz anders liegen die Dinge, wenn sie ihre Ideen schriftlich niederlegen sollen und einen überzeugenden Plan für die Anlaufphase ihres Unternehmens in Fragen der Finanzierung und der Wirtschaftlichkeit ihrer Ideen erstellen soll. Denn häufig brauchen Jungunternehmer eine Finanzspritze, um ihre Ideen zu realisieren. Und kaum ein Geldgeber übergibt sein sauer verdientes Geld ohne einen Geschäfts- oder Businessplan, der genau zeigt, wie wann welches Geld eingesetzt werden soll.

„Der Businessplan ist die Eintrittskarte in die Selbstständigkeit“, sagen die Gründungsexperten der Sparkassen. Denn er öffnet vor allem auch die Türen zu den Kapitalgebern. Ob Haus- oder Förderbank – Kreditinstitute erwarten ein schlüssiges Konzept, das zeigt, wie welches Geld eingesetzt werden soll, um die Anfangsphase der wirtschaftlichen Tätigkeit zu überstehen.

„Nehmen Sie sich für diesen Schritt Zeit und planen Sie alles sorgfältig“, empfehlen die Spezialisten der Sparkassen. „Spätestens jetzt sollten Sie sich umfassend über Ihre Marktchancen und -risiken im Klaren sein. Sie müssen Ihre Zielgruppe definieren, Wettbewerber analysieren, Umsätze berechnen und Ihren Kapitalbedarf ermitteln. Sie wählen außerdem eine Rechtsform für Ihr Unternehmen aus, entwickeln Marketing- und Vertriebsstrategien und treffen viele weitere konkrete Entscheidungen.“

Wichtig ist, dass jeder Gründer seine Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen überzeugend vorstellt. „Zeigen Sie, dass die Gründer das Unternehmen erfolgreich aufbauen und führen können“, raten die Experten. Das geht natürlich am besten, wenn der Plan zeigt, dass der angehende Unternehmer genau beschreibt, wie der Zielmarkt aussieht und welches Marktpotenzial man für das neue Unternehmen sieht. „Belegen Sie Ihre Marktanalyse mit Fakten und Zahlen“, empfehlen die Sparkassen-Spezialisten.

Auch die Angebots-, Preis-, Vertriebs- und Werbestrategie sollte ein Businessplan genau beschreiben. Er sollte zudem Fragen beantworten wie: Welchen Nutzen hat das neue Angebot? Was soll es kosten? Wie gelangt es zum Kunden? Und welche Maßnahmen im Marketingbereich sind dafür notwendig? Neben der vorgesehenen Rechtsform sollte der Plan auch die Unternehmensorganisation darstellen: Wie viele Mitarbeiter werden benötigt? Wie werden sie beschäftigt (Voll- oder Teilzeit, Freiberufler)? Und natürlich dürfen Angaben zur geplanten Finanzierung nicht fehlen, denn das ist der zentrale Punkt im Plan. Bei der Planung des Kapitalbedarfs sollte zwischen kurz- und langfristig unterschieden werden. Eine Rentabilitätsplanung gehört ebenfalls dazu, zeigt diese doch, welcher Gewinn zu erwarten ist.

Eng damit verbunden ist die Liquiditätsplanung. „Kalkulieren Sie systematisch alle Einnahmen und Ausgaben“, sagen die Experten der Sparkassen. „Zeigen Sie, wie Sie langfristig zahlungsfähig bleiben wollen.“

Wem als Gründer die Erfahrung fehlt, findet Unterstützung bei vielen Stellen, zum Beispiel bei den Gründungsberatern der Startercenter und der Kammern. Den Plan sollte man aber selbst schreiben, empfehlen die Spezialisten. Denn dann verinnerlicht der Gründer alle Aspekte des Planes und hat sie parat, wenn er danach gefragt wird. „So bauen Sie eine wichtige Wissensgrundlage für Ihr Unternehmen auf und bereiten sich gleichzeitig auf Ihr Finanzierungsgespräch vor.“

Weitere Tipps: www.sparkasse.de/themen/selbstaendig-machen.html

Auf dem Foto: Gründer sollten den Businessplan gut planen und sich auch beraten lassen, empfehlen Experten. (Quelle: Thinkstock/Jupiterimages)

Bạn có thể muốn xem thêm
So erging es den Gründern von „Penta-Sense“ nach ihrem Erfolg bei „Die Höhle der Löwen“
Düsseldorfer Start-Ups auf der Überholspur

Kommentar hinterlassen

Kommentar*

Name*
Website

4 × 1 =