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10.000 Nutzer kaufen die „Welect“-App leer

Die Gründer mit ihrer App, mit der man kostenlos ein Ticket für die Rheinbahn in Düsseldorf erhält, wenn man dafür Werbevideos schaut

Bis Dienstagabend konnte man mit der „Welect“-App noch Rheinbahn-Tickets gratis kriegen, wenn man sich Werbevideos anschaute. Aktuell geht das nicht mehr – und die beiden Gründer sind gar nicht traurig deswegen. 

Denn dass die App, mit der Kunden kostenlos den öffentlichen Nahverkehr in Düsseldorf nutzen können, nicht mehr funktioniert, liegt nach Angaben der Macher am großen Erfolg. „Das Budget, das wir zunächst zur Verfügung hatten, ist seit Dienstagabend erschöpft“, erklärt Olaf Peters, der die App „WelectGo“ gemeinsam mit seinem Partner Philipp Dommers (31) mit einem Startup-Unternehmen entwickelt und auf den Markt gebracht hat.

Das Prinzip: Kunden schauen Werbevideos und erhalten dafür Rheinbahn-Tickets. Die werden im Grunde von den Unternehmen bezahlt, die die Werbeclips geschaltet haben. Wie das Ganze genau funktioniert, haben wir hier aufgeschrieben. Mehrere tausend Nutzer luden die App innerhalb weniger Tage herunter – und waren offenbar zufrieden: In den App-Stores von Apple und Google erhielt die Anwendung jeweils mehr als vier Sterne.

Macher verhandeln derzeit mit Werbekunden

„Eigentlich haben wir gedacht, dass wir mit unserem ersten Budget wesentlich länger auskommen“, sagt Olaf Peters. „Der Erfolg haut uns um.“ Mehr als 10.000 Menschen hatten die App ausprobiert.

„Unser Ziel ist es, das Angebot so schnell wie möglich wieder zur Verfügung zu stellen“, sagt Olaf Peters, „wir haben uns aber vorab darauf verständigt, dass wir kein eigenes Geld nachschießen wollen.“ Derzeit befinde man sich in Verhandlungen mit Interessenten, die Werbung auf der App schalten wollen. Peters geht davon aus, dass die App „sehr kurzfristig“ wieder läuft.

Daneben haben auch andere Verkehrs-Unternehmen bei Peters und Dommers angeklopft. „Wir hatten uns ursprünglich direkt an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr gewandt“, so Olaf Peters. Der VRR habe dann den Pilotversuch Düsseldorf vorgeschlagen. „Andere Verkehrsunternehmen gucken da sehr genau, wie die App funktioniert und bei den Kunden ankommt.“

Auch mit Unternehmen aus anderen Branchen stehen die beiden Betriebswirte mit ihrem Start-up „Welect“ in Kontakt. „Wir sind gerade dabei, andere Produkte zu entwickeln, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren“, erklärt Olaf Peters. Details wollen die Macher noch nicht verraten.

Auf dem Foto: Giannis Paraskevopoulos und Philip Schur (v.l.) haben das Start-up-Unternehmen Brick Spaces gegründet. (Quelle: Andreas Endermann)

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