NRW Vorgestellt

Vom Glaser zum Gastronom in der Erlebbar in Remscheid

Ganz auf bergischen Kaffee eingestellt (v.l.) : Simon Riesebeck, Stephanie Rigano, Lorenzo Rigano und Christoph Imber bei der Präsentation in der ErlebBar.

Simon Riesebeck kommt aus Neuseeland, hat die Branche gewechselt und sich selbstständig gemacht. In seiner Erlebbar gibt es nicht nur regionale Getränke und Snacks, die Besucher können sich über das Erlebnisportal 387meter.de auch für Krimidinner, Comedy Touren und andere Veranstaltungen anmelden.

Die Erlebbar an der Hindenburgstraße 8 ist Treffpunkt, Café und Bistro mit bergischem und Remscheider Flair. Hier gibt es besondere regionale Getränke, Snacks und eine große Auswahl von Souvenirs der bergischen Region. Die Erlebbar ist gleichzeitig Aktionsbasis des Remscheider Veranstaltungsportals 378meter.de. Dass Simon Riesebeck hier einst Chef sein würde, hätte man wohl in seiner Jugendzeit nicht vermutet, denn der Erlebbar-Wirt wurde 1991 in dem Örtchen Lower Hutt nahe der neuseeländischen Hauptstadt Wellington geboren.

Und hatte auch später einen ganz anderen Berufspfad eingeschlagen. Doch die Pfade, die zur Selbstständigkeit führen, sind oft nicht gerade, sondern recht gewunden. Simon Riesebeck Hill, wie er mit vollem Namen heißt, kam mit vier Jahren als Sohn eines Neuseeländers und einer Remscheider Mutter nach Remscheid. „Da konnte ich noch kaum Deutsch sprechen“, erinnert er sich. In Neuseeland war in der Familie hauptsächlich Englisch gesprochen worden. Doch Kinder lernen schnell. Simon Riesebeck besuchte erfolgreich die Realschule und machte eine Ausbildung zum Glaser, schnitt bei einem Wettbewerb sogar als drittbester Glasergeselle Deutschlands ab. „Mein Gesellenstück, ein Phonomöbel als Sideboard ganz aus Glas, ist heute noch in Gebrauch.“

Wer so geschickt mit Glas umgehen kann, wird auch da weiter eine Perspektive suchen. Riesebeck arbeitete zunächst in Remscheid im Glaserhandwerk, besuchte dann die Glasfachschule im hessischen Hadamar, wurde staatlich geprüfter Techniker und Glasermeister. Nebenher jobbte er im nahen Musikpark Limburg, zunächst als Mann an der Theke, später als Thekenchef. Da ging es natürlich auch um Glas, allerdings in der Form von möglichst vollen Gläsern.

Organisieren und Verantwortung tragen, das merkte Riesebeck, war durchaus seine Sache. Als Glasermeister hätte er auch den Weg in die Selbstständigkeit gehen können. Doch er schätzt die Situation als nicht so einfach ein, sieht das Gewerbe unter Druck von anderen Anbietern. „Dachlukenfenster werden beispielsweise von Dachdeckern eingebaut. Auch Tischler bauen Fenster ein, ebenso Schlosserbetriebe.“

Als sein Freund Christoph Imber, der Gründer des Remscheider Erlebnisportals 387meter.de, einen festen Anlaufpunkt schaffen wollte, entstand die Idee zur Erlebbar. Für Imber war Riesebeck mit seiner Gastro-Erfahrung der ideale Partner. Ohnehin hatte Riesebeck als Eventmanager früher auch für eine Vorgängereinrichtung gejobbt. „Den Umbau zur Erlebbar haben wir natürlich selbst gemacht“, berichtet Riesenbeck. Als Glasermeister müsse man sich auch in anderen Handwerkstechniken auskennen.

2015 wurde die Erlebbar eröffnet, Riesebeck ist Gastgeber und Geschäftsführer mit dem Geschäftspartner Christoph Imber. Beide sind gleichberechtigt, wobei der Betrieb der Gastronomie Riesebecks Sache ist. Mittlerweile ist noch eine Restaurantfachkraft hinzugekommen.

Für Riesebeck war es die richtige Entscheidung. Auf der Webseite der Erlebbar wird er so vorgestellt: „Hergelu’opener“ mit Remscheid-Wurzeln. Neben seinen neuinterpretierten bergischen Getränken sowie Snacks sorgt er mit seinem neuseeländischen Charme für eine tolle Stimmung, und hat für seine Gäste immer ein offenes Ohr.“

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