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Ich esse nicht, was ich nicht kenne

Kolumne: Startschuss Coach Felixy 24.10.2016

Das Problem, das ich mit vielen Produkten habe ist, dass ich sie nicht verstehe bzw. nicht verstehe wofür man sie wirklich braucht. Natürlich ist es leicht zu sagen, dass ein gutes Produkt immer ein Problem lösen muss. Ehrlich gesagt, schaffen manche Produkte sogar neue Probleme. Aber wenn du mich mit deinem Produkt überzeugen willst, dann solltest du vor allem dafür sorgen, dass es verständlich ist. Was der Kunde nicht versteht, kauft er nicht.

Bring dein Produkt auf den Punkt, stelle die Vorteile raus. Oft hast du nur kurz Zeit dein Produkt einem Kooperationspartner oder einem Kunden zu präsentieren. Diese Zeit bekommst du geschenkt, mache etwas aus dem Geschenk! Welche Informationen kannst du als vorhanden voraussetzen? Welche Begriffe sollten bekannt sein? Warum sollte ich Interesse an deinem Produkt haben? Wecke Begehrlichkeiten!

Es gibt mehr Follower als First Mover

Ich trainiere das mit meinen Startups oft und sehr lange, aber die Arbeit lohnt sich. Probiere es mit Leuten aus, die keine Ahnung von dem haben, was du genau tust. Genau diese Leute werden dir helfen die Stellen zu finden an denen etwas nicht wirklich rund ist. Wenn du etwas völlig Neues auf den Markt bringen willst, spielt dieser Punkt eine noch größere Rolle.

Wir Menschen sind oft erstmal skeptisch gegenüber Dingen, die wir nicht kennen. Es entsteht eine Barriere und wir sind froh, wenn das Produkt oder die Dienstleistung erstmal jemand anderes testet. Es gibt mehr Follower als First Mover. Räum diese Barrieren aus dem Weg und mach klar, dass dein Produkt einen Nutzen hat und erklär die Einzelheiten detailreich – ohne das große Ganze aus dem Augen zu verlieren.

Was erwartet dein Gegenüber?

Gerade wenn du andere von deiner Idee begeistern willst, dann sollte deine Idee auch Emotionen erzeugen. Wenn in dir kein Feuer brennt, wie willst du dann eins in mir entfachen? Versuche mit deiner Idee genau dieses Feuer bei dem Gegenüber zu entfachen. Wie das bitte gehen soll? Was ist das Einzigartige an der Idee, wie weckst du Begehrlichkeiten?

Was ist dein Gegenüber für ein Typ? Will er das, was alle haben oder will er genau das, was keiner hat? Will er Anerkennung und Respekt oder will er lieber Sicherheit? Genau darum musst du eben auch deine Zielgruppe kennen. Natürlich kannst du auch ganz verschiedene Emotionen auslösen.

Auch der Weg für Apple war lang

Der unbedingte Wunsch ein Produkt zu besitzen ist nicht leicht zu erzeugen, auch der Weg für Apple und Co. war lang, bevor die ersten Kunden sich ein Zelt gekauft haben, um vor deren Store zu campen. Stell dir ganz bewusst die Frage, welche Emotionen dein Produkt auslösen kann? Bringt es Kunden zum Lächeln? Gibt es einen Aha-Effekt? Verbindet man mit deinem Produkt Romantik, ist es vielleicht ein Zeitersparer oder macht den Nutzer glücklich?

Stell genau diesen Vorteil in den Vordergrund. Aber sei dir auch bewusst darüber, dass das nachprüfbar sein sollte. Übertrage diese Emotionen auf dein Marketing, nutze genau diese Gefühle in Bildern, auf der Website, am besten an allen Stellen an denen dein potenzieller Kunde diese wahrnehmen kann. Nur wenn ich etwas spüre, dann fühle ich mich angeregt auch zu kaufen.

Wenn du also willst, dass ich auch vor deinem Shop zelte, dann tu was dafür.

Bleib motiviert! Dein Felix – www.coach-felix.de

Der Düsseldorfer Felix Thönnessen berät Gründer und coacht auch die Startups vor ihrem Auftritt in der Vox-Sendung “Die Höhle der Löwen”. Ihr könnt jeden Montag in unserem Blog von seinem Rat profitieren. In seiner Kolumne “Startschuss — mit Coach Felix in eine neue Gründerwoche” machen wir euch fitter für den Gründeralltag.

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