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Algen kann man doch essen, oder?

Kolumne: Startschuss Coach Felixy 24.10.2016

Nach den ganzen Tipps in den letzten Wochen, will ich dir heute mal eine kleine Gründergeschichte erzählen. Vielleicht erkennst du dich daran wieder. Ich war am Wochenende essen (was an sich ja nichts Besonderes ist). Aber wo ich essen war, das ist das Highlight der kleinen Geschichte.

Als Düsseldorfer habe ich mich auf den Weg nach Mönchengladbach gemacht. Ein Freund hat vor einiger Zeit da ein Restaurant aufgemacht hat. Nun, das Restaurant ist ein ganz spezielles, nämlich ein veganes.

Ist „ungewöhnlich“ nicht das Gegenteil von „gewöhnlich“?

Für die Nicht-Experten unter uns: Es gibt kein Fleisch und keine tierischen Produkte. Ehrlich gesagt hatte ich mich schon darauf eingestellt zu verhungern und sicherheitshalber Zuhause gegessen. Schließlich wird niemand von ein paar Körnern und ein bisschen Kresse satt, oder?

David, mein Freund, ist ein ungewöhnlicher Typ, was sicher auch auf manchen Veganer zutrifft. Mit seinem langen Bart und Kappe, sieht er nicht unbedingt aus wie der König des Veganerparadieses. Aber bevor mich hier jemand köpft: Ist „ungewöhnlich“ nicht das Gegenteil von „gewöhnlich“?

Inhaber David Rütten im veganen Restaurant alge in Mönchengladbach.

Im Restaurant angekommen, habe ich ihn erstmal gefragt wie seine Gründung so gelaufen ist. Er hat mir mit einem Leuchten in den Augen erzählt, wie hart die Anfangszeit war und, dass viele Leute nicht an ihn geglaubt hätten. Man muss dazu sagen, dass David wirklich kochen kann und einer von den Köchen ist, die überall einen Job kriegen würden.

Aber er habe sich durchgebissen und einfach so viel es geht selber gemacht. Warum? Es war einfach immer sein Traum. Nachts hat er sich Buchhaltung beigebracht und in der Mittagspause das Restaurant renoviert – das nenne ich mal Gründungswillen!

David hat gekocht, gekellnert und alles weggeräumt – allein.

Natürlich habe ich auch was gegessen. Es wäre schließlich keine Erfolgsgeschichte, wenn es nicht geschmeckt hätte. Ehrlich gesagt hätte ich nicht geglaubt, dass veganes Essen so schmecken kann. Ich bin eher der Typ Rumpsteak.

Das Verrückte an der ganzen Sache war jedoch, dass außer David niemand im Restaurant war – Gäste mal ausgeschlossen. David hat gekocht, gekellnert, weggeräumt und jedem Gast erzählt was er auf dem Teller hat. Ich wäre wahrscheinlich nach 20 Minuten umgefallen. Mittags ist ihm noch der Ofen durchgebrannt und er hat sich noch schnell einen neuen besorgt. Ich habe selten jemanden erlebt der so für seine Idee brennt.

Und als nächstes kommen auch noch Pralinen!

Doch mit dem Restaurant ist noch lange nicht Ende. Als alle Gäste weg waren und wir bei einer Limetten-Minze Limo zusammensaßen, hat David mir erzählt, dass er als nächstes vegane Pralinen auf den Markt bringt und über den Handel verkaufen will.

Eine Verpackung hat er schon gestaltet, Kooperationspartner angesprochen und Leute, die ihm bei der Zubereitung helfen, schon gefunden. Die Pralinen haben wahnsinnig geschmeckt, auch wenn ich mehr als skeptisch war, wenn ich mir so die Zutatenliste angeschaut habe.

Arbeite Tag und Nacht für deinen Traum und lass dir von niemanden reinreden.

Was ich dir damit sagen will? Nun, wenn du einen Traum hast, dann halt ihn fest, arbeite dafür Tag und Nacht und lass dir von niemanden sagen, dass du es nicht schaffen kannst. Es ist dein Traum, tu alles dafür.

Mehr über Die Alge findest du hier.

Bleib motiviert! Dein Felix – www.coach-felix.de

Der Düsseldorfer Felix Thönnessen berät Gründer und coacht auch die Start-ups vor ihrem Auftritt in der Vox-Sendung “Die Höhle der Löwen”. Ihr könnt jeden Montag in unserem Blog von seinem Rat profitieren. In seiner Kolumne “Startschuss — mit Felix Thönnessen in eine neue Gründerwoche” machen wir euch fitter für den Gründeralltag.

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