Düsseldorf NRW Vorgestellt

Markenbotschafter als „Lotsen in der Informationsflut“

Das Internet überflutet uns täglich mit Informationen. Da ist es nicht so einfach, den Überblick über alles Wichtige zu behalten. Für Unternehmen werden Markenbotschafter deswegen immer wichtiger. Die Kommunikations- und Strategieberaterin Dr. Kerstin Hoffmann erklärt in ihrem Buch „Lotsen in der Informationsflut“ wie die Zusammenarbeit mit Markenbotschafter funktioniert.

Informationen kann man sehr leicht über das Internet bekommen. Schwieriger ist es zu entscheiden, ob diese der Wahrheit entsprechen oder ob es sich um Fake-News, also Falschaussagen, handelt. „Menschen sind bequem und glauben in der Regel vielen Quellen mehr als einer einzigen Quelle“, so Dr. Kerstin Hoffmann bei Antenne Düsseldorf in der Sendung mit dem Internet. Die Sendung entsteht jede Woche in Zusammenarbeit mit RP ONLINE. Je mehr Falschaussagen also geteilt werden, umso schwieriger wird es, sie als solche zu identifizieren, sagt Hoffmann. Unternehmen bekämen gerade dann mit Fake-News ein Problem, wenn die Person, die sie verbreitet, eine große Reichweite hat.

An diesem Punkt kommen Markenbotschafter ins Spiel. Doch was ist ein Markenbotschafter überhaupt? Laut Hoffmann kann man ihn am besten als einen sichtbaren Kopf des Unternehmens beschreiben. Er ist ein sichtbarer Meinungsbildner, der für eine Marke steht. Mittlerweile gebe es so viele Inhalte im Internet, dass es schwer ist, die wichtigsten Informationen zu finden. Wenn es aber eine Person gebe, der Nutzer schon vertrauen, gehen diese lieber zu dieser Person zurück und glauben ihr im Zweifel mehr, als hunderten Anonymen im Internet.

Denn ein bestimmtes Talent braucht man nicht, um Markenbotschafter zu werden. „99 Prozent dessen, was man dafür braucht, kann man schon. Den Rest lernt man, indem man sich mit Medien vertraut macht“, sagt die Kommunikationsberaterin. Laut ihr ist ein guter Botschafter jemand, der in der Lage ist, mit Menschen zu reden, sich auszutauschen und für sein Unternehmen zu stehen.

Einen Markenbotschafter in sein Unternehmen zu etablieren sei jedoch nicht immer leicht. „Innerhalb von Unternehmen muss es erstmal ein Umdenken geben, was klassische Kommunikationsstrukturen angeht“, erklärt Hoffmann. Viele Unternehmen würden sich Prominente als Botschafter aussuchen und eine Menge Geld bezahlen, obwohl viele Mitarbeiter gerne selbst für das Unternehmen sprechen würden. Dies sei auch von Vorteil für das Unternehmen, da Mitarbeiter viel authentischer sind als Prominente. Schließlich stehen sie in direkter Verbindung mit dem Unternehmen.

Ein weiterer Tipp, den die Kommunikationsberaterin Unternehmen geben möchte, ist daran zu denken, die Social-Media-Kanäle nicht zu vernachlässigen. Viele Unternehmen würden viel Geld für aufwendig gestaltete Webseiten zahlen, dabei aber manchmal vergessen, dass die eigene Webseite die am wenigsten relevante Quelle für Informationen über das Unternehmen ist. Wichtiger sei es zu schauen, wo die Menschen sind, die etwas über das Unternehmen sagen. Deswegen müssten Unternehmen auch in den sozialen Netzwerken vertreten sein: „Menschen möchten mit Menschen reden, nicht mit Unternehmen und wollen echten Austausch mit vielen verschiedenen Menschen“, sagt Kerstin Hoffmann.

Hier geht es zum Podcast der „Sendung mit dem Internet“.

Bạn có thể muốn xem thêm
Lernen am digitalen OP-Tisch
Ganz auf bergischen Kaffee eingestellt (v.l.) : Simon Riesebeck, Stephanie Rigano, Lorenzo Rigano und Christoph Imber bei der Präsentation in der ErlebBar.
Vom Glaser zum Gastronom in der Erlebbar in Remscheid

Kommentar hinterlassen

Kommentar*

Name*
Website

siebzehn − 11 =