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Unternehmerinnen lernen voneinander

Zum ersten Mal hatte der Kreis die Preisträgerinnen ins Schloss Linnep eingeladen, um sich auszutauschen.

„Wir brauchen Gründer und insbesondere Frauen als Gründerinnen, hier haben wir in der Region noch Luft nach oben“, sagte Landrat Thomas Hendele anlässlich des ersten Netzwerktreffens der Trägerinnen des Unternehmerinnenbriefes (U-Brief), das am Freitagabend im Schloss Linnep in Ratingen stattfand.  „Von den bisher ausgezeichneten 53 Unternehmerinnen kommen 80 Prozent aus dem Dienstleistungssektor und immerhin ein Drittel von ihnen beschäftigt Personal.“ Zudem sei der größte Teil der in zwölf Jahren ausgezeichneten Frauen immer noch am Markt.

Neben Austausch auch Arbeitsprogramm

Nach inzwischen zwölf Jahren hatte der Kreis Mettmann unter Federführung der Koordinatorin für den U-Brief, Anne-Kathrin Goßmann, alle bisher ausgezeichneten Frauen aus der Region Rhein-Wupper zum ersten Netzwerktreffen eingeladen. „Neben dem gemeinsamen Austausch gehört auch ein kleines Arbeitsprogramm dazu“, sagt Goßmann. „Wir haben vier Gesprächstische vorbereitet, an denen die zuvor von den Teilnehmerinnen gewünschten Oberthemen Vertrieb, Altersvorsorge, Website & Co. und Marketing vorbereitet sind.“ Dabei gehe es nicht um Kurzvorträge, sondern darum, im kleinen Kreis Fragen und Antworten auszutauschen, Erfahrung weiter zu geben. Den Abschluss des festgelegten Programms vor dem offenen Netzwerken bildete Schlossherr Wilderich Freiherr von Ketteler. Er gab beim Rundgang einen spannenden Einblick in das historische Gemäuer mit fast 1000-jähriger Geschichte.

Nicht ganz so alt ist die Geschichte der Teilnehmerinnen. Diana Grohs erhielt den U-Brief bereits 2006 für ihr Konzept der Yogaschule, die sie im gleichen Jahr im Juli eröffnet hatte. „Eigentlich komme ich aus der Tourismusbranche und habe die Yogakurse dann bald mit Reisen verbunden“, erzählt die Ratingerin. Sie organisiert die Reisen und leitet dann vor Ort selbst den Yoga-Unterricht. „Ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit nie bereut. Und der U-Brief hat mir neben interessanten Kontakten auch Aufmerksamkeit gebracht.“

„Dranbleiben“ bleibt oft auf der Strecke

Barbara Steven bekam den Brief 2009 für ihren Büroservice „Script-Art Steven“. Sie sei nach der Gründung schnell gewachsen, auch weil sie nicht auf spezielle Branchen angewiesen ist. „Mit dem Marketingprojekt ‚Haaner Themengarten‘ konnte ich schon 2011 ein weiteres Standbein eröffnen und die dritte Idee wird gerade konkret“, sagt die in Haan geschäftstüchtige Frau. Ihr erstes Seminar für Büroorganisation startet am 29. Juni. Als Barbara Steven ihr zweites Standbein eröffnete, wurden Birgit Kieslich (Ratingen) und die Schwestern Birgit Schmitz-Pauli und Anne Pauli (Hilden) mit dem U-Brief ausgezeichnet. Kieslich führt ein Büro für Vertriebsentwicklung und hat das Netzwerken generell für sich entdeckt. „Existenzgründer sind für mich eine Kernklientel geworden, auch wenn meine Ausrichtung vorher eine andere war.“ Sie stellt oft fest, dass für den Vertrieb das „Handwerkszeug“ fehlt und das „Dranbleiben“ auf der Strecke bleibt. „Und nicht wenige machen sich von einzelnen Großkunden abhängig, das ist auch nicht unbedingt die beste Idee.“

Am Ende des Treffens herrschte Einigkeit darüber, dass es häufiger derartige Netzwerktreffen geben sollte.

 

Bild-Quelle: Achim Blazy

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