Düsseldorf

Fünf Tipps für Gründer

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist bei Gründern beliebt. Im vorigen Jahr informierten sich fast 9000 Menschen über die Möglichkeiten und Förderungen, die es für Gründer gibt. Christiane Kubny von der IHK weiß, worauf sie achten müssen.

  1. Die wichtigste Frage, die sich Gründer stellen sollten: Wer ist mein Kunde?„Viele haben sich schon Gedanken über das Logo und die Rechtsform gemacht, haben aber keine Idee, wem sie das Produkt verkaufen wollen“, sagt Kubny. Die Berater der IHK bohren dann nach: Wer ist die Zielgruppe, wie erreicht man sie? Und was unterscheidet die Firma und das Produkt vom Wettbewerber? „Es ist wichtig, das genau zu definieren“, sagt Kubny.Eine Checkliste zum Unternehmenskonzept und andere Materialien gibt es bei den zwei Gründungslotsen in den Düsseldorfer Startercentern NRW: Manuel Schwarze (IHK) unter schwarze@duesseldorf.ihk.de, 0211 3557360 oder Ulrich Engelhardt (Handwerkskammer) unter startercenter@hwk-duesseldorf.de, 0211 8795333.
  2. „Man sollte aus der Branche kommen“, sagt Christiane Kubny.
    Wer beispielsweise in den Handel oder in die Gastronomie als Quereinsteiger kommt, der muss damit rechnen, dass es für ihn sehr schwer ist, an eine Förderung zu kommen. Denn bei der Beurteilung, ob ein Konzept gut ist, steht auch die Person des Gründers im Fokus. Wichtig sind dabei seine branchenspezifischen und seine kaufmännischen Kenntnisse. „Manchmal müssen wir auch einige bremsen und ihnen raten, die Finger von ihren Plänen zu lassen, um sie vor sich selbst zu schützen“, sagt Kubny.Wer gut backen und kochen kann, und deshalb ein Café eröffnen will, ist sich oft nicht darüber im Klaren, dass es etwas anderes ist, wenn man jeden Tag davon leben muss. Zum erfolgreichen Führen eines Cafés gehören aber noch andere wichtige Aufgaben wie Personalführung, Kalkulation, Einkauf, Finanzplanung und das Beachten von Auflagen: „Das macht man nicht mal eben so.“
  3. In den Anfängen des Unternehmens ist es sinnvoll, das Risiko gering zu halten.

    Das ist für Dienstleister meist einfach, die mehr als die Hälfte der Gründer ausmachen. Ob im Bereich Kommunikation oder Beratung – in diesen Bereichen können die Gründer oft zunächst einmal mit dem Laptop von zu Hause aus arbeiten. Damit sparen sie zusätzliche Miete und halten die Kosten gering. Wer einer derzeit angesagten Mode folgt und ein Yoga-Studio eröffnen möchte, für den sei es wichtig, den Markt realistisch wahrzunehmen. „Viele starten dann erst einmal im Nebenerwerb, indem sie abends Kurse anbieten und somit nicht ins volle Risiko gehen. Das ist eher zu empfehlen“, sagt Kubny.

  4. „Gute Vorbereitung ist die halbe Miete“, betont Kubny.Im Existenzgründungsnetzwerk, in dem die IHK eines von 28 Institutionen ist, können Gründer verschieden zugeschnittene Angebote nutzen, um ihr Konzept mit professioneller Hilfe weiter auszuarbeiten und zu verfeinern. Zweimal im Monat gibt es in den Startercentern – abwechselnd bei der IHK und der Handwerkskammer – einen kostenlosen zweistündigen Info-Nachmittag „Existenzgründung“, der der ersten Orientierung dient. Darauf aufbauend gibt es weitere Seminare und Einzelberatungen. Im persönlichen Gespräch mit dem Berater können die Gründer ihr Konzept auf Vollständigkeit und Plausibilität überprüfen lassen, bevor es zur Bank und zur Arbeitsagentur geht.Die nächsten Info-Nachmittage „Existenzgründung“ finden jeweils dienstags, 4. April und 2. Mai, in der Handwerkskammer statt. Ansprechpartner für ein Kompaktseminar „Karriereziel Existenzgründung“ ist Rudolf Fuchs, erreichbar unter fuchs@duesseldorf.ihk.de oder 0211 1724331.
  5. Eine erste wichtige Förderung, die den Start erleichtert und den viele Gründer in Anspruch nehmen, ist der Gründerzuschuss.„Er ist eine gute Liquiditätshilfe. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, sondern er ist eine Ermessensleistung, die von der Arbeitsagentur vergeben wird“, sagt Kubny. Die Gründer müssen vor dem Bezug (mindestens) einen Tag arbeitslos gewesen sein, aber noch einen Anspruch auf 150 Tage des Arbeitslosengeldes I haben. Zu diesem Arbeitslosengeld werden dann sechs Monate lang 300 Euro gezahlt. Eine Verlängerung des Zuschusses ist möglich.Über die gefragtesten öffentlichen Finanzierungshilfen für Gründer und Jungunternehmer hat die IHK einen Förderkompass herausgegeben. Zu Themen wie Finanzierung und Steuern gibt es vertiefende Seminare: www.duesseldorf.ihk.de/servicemarken/veranstaltungen/index.jsp; www.hwk-duesseldorf.de/startercenter.

 

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