NRW

Bund fördert geniale Idee

Mit einer genialen Erfindung nutzt der 25-jährige Andreas Booke im Wortsinne die Sonnenseiten des Lebens aus. Er hat gemeinsam mit einem Studienkollegen der RWTH Aachen das Start-up-Unternehmen gridX gegründet und startet jetzt so richtig durch. Noch bis zum Monatsende mit Fördermitteln als Preisträger im Businessplanwettbewerb 2015 ausgestattet, stellen sich Booke und seine Mitstreiter jetzt auf eigene Füße.

Denn sie beginnen nun mit der Auslieferung ihrer genialen Erfindung an Privatkunden und Großhändler, zunächst deutschlandweit: Und ab 2018 wollen die hellen Köpfe des ganz jungen Firmenteams auch den europäischen Markt mit ihrer kleinen, aber umso genialeren, alu-schwarzfarbenen Box „entern“.

Das kleine „Ding“, das Booke und sein Geschäftspartner David Balensiefen mittlerweile mit zwölf Vollzeitmitarbeitern im Alter zwischen 22 und 34 Jahren in Aachen und einer Niederlassung in München vertreiben, soll tatsächlich die konventionelle Energieerzeugung und damit vor allem Atomkraftwerke durch eine Vernetzung möglichst aller privaten und öffentlichen Solaranlagen in der Bundesrepublik und europaweit ersetzen können. Die Vision des Grevenbroichers ist es, möglichst alle 1,5 Millionen Solaranlagen, die es in Deutschland geben soll, miteinander zu vernetzen. Und das soll die Box leisten, die Booke erfunden hat.

Zwei Dinge kann die Box, die sich einfach mit einem Kabel an den heimischen Internet-Rooter anschließen lässt: Sie vernetzt Batteriespeicher und Solaranlagen miteinander und bildet eine Speicher- und Versorgergemeinschaft zunächst deutschlandweit. Die Datenzentrale in Aachen zeichnet den Solarstromeingang ebenso auf, wie den Verbrauch. Die Box gibt aber auch Auskunft über den Verbrauch der haushaltstypischen Stromfresser, wie Spülmaschine oder Wäschetrockner, erläutert Booke, der bis zum Jahresende seinen Personalstamm auf 18 Mitarbeiter erhöhen will. Starthilfe gibt dem jungen Unternehmen derzeit noch ein mittelständischer Betrieb aus der Region. „Wir wollen aber Mitte 2018 den Break Even erreicht haben“, prognostiziert Booke, der die Chancen von gridX und generell von Sonnenergie vor allem auch in Regionen sieht, die vor dem Strukturwandel stehen, so wie seine Heimat Grevenbroich.

Er verfolge mit großer Spannung, wie sich der geplante Ausstieg aus dem Kohletagebau vollziehe, sagt der 25-Jährige. Denn sein Start-up-Unternehmen will zeitig „den Fuß in die Türe bekommen“, für die Zeit nach der Kohle. Deshalb strebt gridX nun auch die Zertifizierung als ökologischer Energieversorger an. „Wir machen der NEW bald Konkurrenz“, sagt Booke mit einem Augenzwinkern. Die Konkurrenz auf dem Markt sei zwar groß: „Wir haben aber den Vorteil, dass wir den Ökostrom, nicht nur liefern, sondern ihn auch erzeugen“, betont Booke. Ab 1. August soll es dann so weit sein, dass gridX auch als Energieversorger an den Start gehen kann. Bis dahin sollen möglichst viele der bereits in Deutschland existierenden Solaranlagen über die kleinen Boxen mit dem Datenzentrum in Aachen vernetzt sein.

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