NRW

Clon Studios – ein Partner für Hollywood

Der Satz ist eine Ansage. „Es gilt, alles zu digitalisieren“, sagt Sascha Scheuermann. Zusammen mit Denise Voigtländer und Andreas Altmann führt er die Geschäfte der Clon Studios. Hauptsitz ist in Neuss, eine Dependance hat das 2014 aus der Taufe gehobene Unternehmen in Kalifornien. Das hat einen guten Grund: die Nähe zur Filmindustrie. Denn das Start-up aus Neuss hat gute Drähte nach Hollywood.

Mit der Firma Greenscreen Animals aus Los Angeles sowie einem auf 3D-Animationen und Special Effects spezialisierten Unternehmen werden zum Beispiel Tiere in 3D gescannt. In der Nachbearbeitung werden daraus Animationsmodelle, die sich optisch und von der Bewegung her nicht mehr von echten Tieren unterscheiden lassen. Das Ergebnis: Die Tiere können digital zum Leben erweckt werden und auf der Leinwand die wildesten Abenteuer durchstehen – ohne sich den tatsächlichen Stress dafür anzutun. Ein Foto-Shooting im mobilen Clon Studio reicht.

Die Liste der Kunden und Kooperationen des Unternehmens ist lang – und sie wächst. „Für ,Game of Thrones‘ haben wir zum Beispiel die gesamten Rüstungen dreidimensional eingescannt“, sagt Scheuermann. Nicht über alle Partner kann er so offen reden. Gerade bei Tätigkeiten im Filmgeschäft gebe es häufig Verschwiegenheitsklauseln. Ohne offizielles Go gehe da nichts.

Aber das Filmgeschäft ist nur ein Standbein des Neusser Unternehmens. „Es macht vielleicht 30 Prozent aus, hinzu kommen 20 Prozent im Game-Bereich“, sagt Scheuermann. Dazu setzen immer mehr Unternehmen auf die Clon Studios als Partner bei Werbestrategien. 3D, 4D, Augmented Reality („Erweiterte Realität“) sind die Schlagwörter, die Sascha Scheuermann nennt. Er zückt sein Smartphone, öffnet die von seinem Unternehmen entwickelte „Clon 4D Live App“ und hält sie auf ein Batman-Plakat, das in den Clon-Studio-Räumen am Glockhammer in der Neusser Innenstadt hängt. Sofort öffnet sich ein Video. „QR-Codes waren gestern“, sagt Scheuermann.

Die Informationen für das Video werden sozusagen direkt hinter dem Gesamtbild hinterlegt – und sind per App jederzeit abrufbar. „Das ist die Werbung der Zukunft“, sagt Scheuermann. Er nennt eine ganze Palette an Möglichkeiten, wie Unternehmen einen Mehrwert schaffen können. Es fängt im Kleinen an: bei der Visitenkarte. Die Karte, die Scheuermann zückt, sieht auf den ersten Blick aus wie jede andere auch. Als er sein Smartphone darauf hält, öffnet sich ein kurzer Imagefilm, der das Unternehmen vorstellt. Das Ganze lasse sich auf viele Bereiche ausdehnen. „Man kann zum Beispiel Hologramme auf T-Shirts hinterlegen – und den Inhalt regelmäßig ändern, wenn man möchte.“ Das sei unter anderem im Merchandising-Bereich interessant, Stichwort: Rockbands.

Ein weiteres Standbein sind dreidimensionale Erinnerungsfotos, die am Standort Neuss gefertigt werden. Die Kunden erhalten am Ende entsprechende Figuren aus dem 3D-Drucker; von diesem Angebot haben zum Beispiel schon Neusser Schützenkönigspaare Gebrauch gemacht. Einer, der sich ebenfalls im 3D-Scan hat erfassen lassen, ist Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Er entsteigt dem gerade vorgelegten Jahresbericht der Kreiswirtschaftsförderung, wenn man das Smartphone samt App darauf hält.

Vorgestellt hat die Kreiswirtschaftsförderung ihre Bilanz in dieser Woche in den Räumen der Clon Studios. Kreiswirtschaftsförderer Robert Abts lobte das Unternehmen dabei als „Ort der kreativen Ideen“, Kreisdirektor Dirk Brügge betonte die Bedeutung der Digitalisierung für die Wirtschaftsförderung. „Wir wollen die New Economy und die Old Economy zusammenbringen.“

Bạn có thể muốn xem thêm
Ganz auf bergischen Kaffee eingestellt (v.l.) : Simon Riesebeck, Stephanie Rigano, Lorenzo Rigano und Christoph Imber bei der Präsentation in der ErlebBar.
Vom Glaser zum Gastronom in der Erlebbar in Remscheid
Bund fördert geniale Idee

Kommentar hinterlassen

Kommentar*

Name*
Website

15 − 8 =