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Gladbacher Bank als Digital-Pionier

Mit einer neuen App sollen Zahlungen unter Bekannten einfacher werden.

Diese nervige Situation kennt jeder: Man sitzt im Restaurant, einer bezahlt die Gesamtrechnung – und dann geht das große Gerechne und Kleingeld-Gekrame um die einzelnen Posten los. Und diese erst recht: Man wirft für ein Geburtstagsgeschenk zusammen, doch der, der es kauft, muss den anderen hinterherlaufen, damit er den ausgelegten Betrag wieder rein bekommt. Das soll mit einem neuen Angebot der Gladbacher Bank der Vergangenheit angehören: Die gestern freigeschaltete App Vostar soll Bezahlungen unter Freunden vereinfachen.

„Die App soll vor allem junge Kunden begeistern“, sagt Vorstandsmitglied Sven Witteck – und nennt sie einen wichtigen Baustein im Bestreben der Gladbacher Bank, als konservatives, bodenständiges Institut verstanden zu werden, das zugleich „jung und modern ist“. Denn mit dem Einsatz der Smartphone-Anwendung, die für iOS und Android verfügbar ist, zählt die Bank bundesweit zu den Pionieren. Vostar basiert auf dem System der sozialen Finanz-App Lendstar, die das gleichnamige Münchener Start-up entwarf und damit 2015 in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ Unternehmer Jochen Schweizer überzeugte. „Wir sind eine von bundesweit sieben Banken, die die Apps bisher nutzen“, sagt Christoph Wirtz vom Digitalen Vertrieb der Gladbacher Bank.

Mit Vostar kann man – neben den eingangs beschriebenen Vorgängen – etwa auch gemeinsame Ausgaben im Urlaub oder in der WG regeln, geliehenes Geld zurückzahlen, Taschengeldzahlungen organisieren und Rechnungen bei Onlinshops von Amazon über H&M und Esprit bis hin zu Zalando bezahlen, ohne Bankdaten eingeben zu müssen. „Zusätzlich kann man nach dem WhatsApp-Prinzip auch Fotos schicken und Gruppenkonservationen führen“, sagt Sven Witteck. „Und vor allem ist das keine Insellösung, denn das Netzwerk ist auch offen für Kunden anderer Banken.“ In einem weiteren Schritt will die Bank das System auch für ihre Firmenkunden freischalten lassen, denn noch fehlen dabei die lokalen Unternehmen.

1500 Euro kostete die Gladbacher Bank die Einrichtung der App, die sie als Kundenbindungs-Maßnahme versteht, knapp 600 Euro pro Monat fallen an laufenden Kosten an. Peanuts, wenn man bedenkt, dass man damit den Megatrend der Digitalisierung vorantreibt. Weitere Schritte wie ein eigener Browser für Onlinebanking und Video-Legitimation für Baufinanzierungen wurden schon umgesetzt, andere sollen folgen – etwa eine Videoberatung und die Möglichkeit einer Online-Kontoeröffnung für Neukunden.

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