Startschuss

Paint ist der Beste

Kolumne: Startschuss Coach Felixy 24.10.2016

Hakuna Matata bedeutet frei übersetzt „Vertreib alle Sorgen“. Ich glaube, diesen Leitsatz würde sich der ein oder andere Existenzgründer gerne auf den Unterarm tätowieren. Leider habe ich weder ein Tätowiergerät noch eine entsprechende Ausbildung, aber mit dem Thema Gründung wollen wir uns trotzdem beschäftigen. Glorreicher Übergang: geschafft.

In unserem schönen Dorf treibt jeden Tag ein neuer Gründungssprößling an die Sonne. Ein paar davon werden wir im Laufe dieser Kolumne ein bisschen näher unter die Lupe nehmen. Ob du das dann morgens bei einem Nutellatoast oder mittags bei einem Salat auf der Kö tust, das ist dir überlassen. Nicht, dass wir hier noch die Leserschaft spalten. Diese Woche wollen wir jedoch nicht direkt ins tiefe Wasser springen, sondern uns zunächst nur mit dem großen Zeh vortasten. Kommst du mit?

Feuer kommt von Flamme

„Herr Thönnessen was macht eigentlich einen guten Existenzgründer aus?“ Ich glaube, keine Frage ist mir bisher häufiger gestellt worden. Jetzt würde es sicher den Umfang dieser Kolumne sprengen, wenn ich das in seinen vollen Zügen beantworten würde, aber schließlich willst du für dein Geld etwas geboten bekommen. Also auf in den Kampf!

Du darfst dich gleich daran gewöhnen, dass ich der König der Floskeln bin – das machen Berater eben so. Nach vielen Gesprächen mit Startups würde ich sagen, dass die wichtigste Eigenschaft das Brennen für die eigene Idee ist. Damit meine ich kein kleines Flämmchen, sondern ein Feuer, das alles in Brand setzt. Viele Menschen denken darüber nach, sich auf den Weg in die Selbstständigkeit zu machen, aber nur wenige gehen diesen Weg auch. Wie tief brennt dein Feuer? Flämmchen oder Großbrand?

Zahlen mag keiner

Ich glaube, es gibt wenige Menschen, die sich gerne täglich mit Zahlen beschäftigen. Nun gut, Steuerberater und Finanzamtsmitarbeiter vielleicht. Doch fast jeder von uns plant lieber andere Dinge, als sich mit dem Umsatz oder der Kostenkalkulation auseinander zu setzen. Das ist auch mehr als verständlich. Leider hakt es aber häufig an den Dingen, die man nicht gerne tut und das ist bei Gründern eben oft die Kalkulation. Bevor du dir eine beliebige Vorlage für deine Kalkulation aus dem Internet besorgst, solltest du definitiv zunächst selber ein Gefühl für deine Zahlen bekommen. Was musst du verdienen, um davon leben zu können oder deine Familie zu ernähren? Das sollte doch zunächst dein erstes Ziel sein, oder? Die Weltherrschaft kann noch ein bisschen warten. (Eine Vorlage kriegst du bei mir im Team unter team.coach-felix.de)

Corporate Design – was ist das denn?

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Anglizismen, aber manchmal geht es nicht ohne. Zu Beginn deiner Reise in die Selbstständigkeit brauchst du ein „Corporate Design“ (CD). Was das ist? Nun, das CD ist quasi die vorher festgelegte einheitliche Gestaltung deines kleinen Unternehmens. Dazu gehören vor allem auch visuelle Dinge wie dein Logo, Schriften oder Visitenkarten. „Wie das aussieht interessiert doch keinen?“ Oh, und ob das interessiert. Auch ein ungeschultes Auge bekommt innerhalb von Sekunden einen Blick dafür, ob es sich bei dem Firmenauftritt um Highclass oder Müllhaufen handelt. Entschuldige bitte meine Wortwahl, aber verbau dir nicht gleich zu Beginn alle Möglichkeiten, weil du mit MS Paint ein Logo basteln wolltest.

Zurück in die Zukunft

Mir ist bewusst, dass das Zeitreisen so wie im Film noch nicht funktioniert. Ich kläre aber gerne auf, was ich damit meine. Viele Trends stecken noch in Kinderschuhen und stehen ganz am Anfang. Wo gibt es Möglichkeiten, bei denen du schon am Startbahnhof einsteigen kannst und mit dabei bist, wenn der Zug richtig Fahrt aufnimmt? Natürlich gibt es auch solche Trends, die nur kurzfristige Erscheinungen sind und dann schnell wieder verschwinden. Ein Tool, was ich hilfreich finde, ist Google Trends (www.google.de/trends). Hier kannst du einzelne Begriffe eingeben und sich deren Suchvolumen in den letzten Jahren anzeigen lassen. So bekommst du ein Gefühl dafür, ob ein Zug noch im Bahnhof steht oder bereits entgleist ist.

Bleib motiviert! Dein Felix – www.coach-felix.de

Der Düsseldorfer Felix Thönnessen berät Gründer und coacht auch die Startups vor ihrem Auftritt in der Vox-Sendung “Die Höhle der Löwen”. Ihr könnt jeden Montag in unserem Blog von seinem Rat profitieren. In seiner Kolumne “Startschuss — mit Coach Felix in eine neue Gründerwoche” machen wir euch fitter für den Gründeralltag.

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