Startschuss

Die Geschichte von Nemius und Gebius

Kolumne: Startschuss Coach Felixy 24.10.2016

Heute muss ich dir unbedingt von zwei Begriffen erzählen. Aber vorher habe ich eine Frage an dich: Wie sieht deine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmern aus? Gut, durchwachsen oder eher gruselig? Ich habe nach über zehn Jahren da so die ein oder andere Erfahrung gemacht, die ich gerne mit dir teilen möchte. Warum? Nun, weil ich glaube, dass du dir so einige Gedanken sparen kannst.

Einen Ausdruck, den ich dabei gerne prägen möchte, lautet Nemius. Die korrekte Mehrzahl wäre dann wohl Nemii. Aber vielleicht sollte ich dir erstmal erzählen, worum es sich dabei handelt. Ein Nemius ist eine Unternehmergattung (eigentlich lässt sich das auch generell als Gattung Mensch verstehen), die am liebsten nimmt und von sich aus eher weniger gibt – frei vom Verb „nehmen“ eben. Manchmal neigen Nemii dazu gar nichts zu geben, das kannst du leider nicht direkt  beeinflussen.

Du kennst sicher Kooperationen, die nur davon leben, dass du eine Menge dafür tust oder Zusammenarbeiten, die eher Einzelarbeiten sind, wenn du mein freches Wortspiel verstehst. Früher habe ich mich immer wahnsinnig darüber aufgeregt und mir immer die Frage gestellt, ob es nur mir so geht oder auch andere Unternehmer dieses Phänomen kennen. Dabei spielt es erstmal keine Rolle, ob der andere zu viel zu tun hat, eher träge ist oder einen simpel über den Tisch zieht.

Du entscheidest selber welche Kooperationen du eingehst und welche du wann beendest. Genauso gibt es eben auch Gebiuse. Also solche, die dir oft Gutes wollen und bereit sind in eurer Beziehung eine Menge zu geben. Die solltest du pflegen und auch deinen Teil dazu beitragen. Leider sind wir oft so programmiert, dass wir diese Situationen für uns nutzen. Tu hier etwas dafür, dass sich das Ganze die Waage hält.

Ich habe hier auch ein paar Beispiele für dich. Wenn ich etwa eine Anfrage als Keynote Speaker bekomme oder ein Unternehmen sich für eine Beratung interessiert, ist das zunächst natürlich toll. Oft mache ich mir ziemlich viele Gedanken dazu, wie ich das Angebot erstelle oder wie der Vortrag aussehen könnte und stelle es dem potenziellen Kunden vor. Manchmal, aber immer noch zu oft, passiert dann: Nichts.

Ich finde es völlig in Ordnung, wenn sich ein Unternehmen für einen anderen Dienstleister entscheidet, aber eine kurze Absage ist schon höflich. Wenn ich mich selbst ins Gespräch bringe und unaufgefordert Dinge zu sende, kann ich das nicht erwarten. Gleiches gilt übrigens für mein Lieblingsthema „Termine einhalten“. Manchmal habe ich das Gefühl Termine sind nur unverbindliche Vereinbarungen. Kunden, die regelmäßig 30 Minuten zu spät kommen oder Gesprächspartner, die 30 Minuten vorher absagen. Das nervt schon, oder?

Ich bin natürlich auch nicht perfekt, aber dem Business würde ein bisschen Etikette nicht schaden – davon profitieren wir doch alle, oder?

Also, Nemius oder Gebius?

Bleib motiviert!

Felix – felixthoennessen.de

Der Düsseldorfer Felix Thönnessen berät Gründer und coacht auch die Start-ups vor ihrem Auftritt in der Vox-Sendung “Die Höhle der Löwen”. Ihr könnt jeden Montag in unserem Blog von seinem Rat profitieren. In seiner Kolumne “Startschuss — mit Coach Felix in eine neue Gründerwoche” machen wir euch fitter für den Gründeralltag.

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