NRW Vorgestellt

Niederrheinischer Start-Up-Verein fördert junge Gründer

Seit einem Jahr arbeitet der Verein NextMG an der Digitalisierung der niederrheinischen Wirtschaft . Jetzt stellten sich im SMS-Businesspark in Mönchengladbach zwei junge Start-ups vor, die von den Mitgliedern unterstützt werden. Unter anderem ein Gründer-Duo, die eine Event-App vorstellen oder ein anderes, das mit einer Torten-App durchstarten will. 

Im Dunkeln an einer beleuchteten Säule ein kariertes Blatt Papier. Darauf mit Filzstift der Hashtag #nextMG. Ein Pfeil weist im SMS-Businesspark an der Blumenberger Straße den Weg zum „meetup“ des Digitalvereins NextMG. Der Charme des Improvisierten auch drinnen. Gleißendes Neonlicht. Im großen Raum ein verwaister Tisch, an der Wand gestapelte Stühle. Zwei schmale Schränke, offenbar zum Kühlen von Getränken.

Die Gäste trudeln nach und nach ein, man kennt sich. Viele junge Gesichter: Studierende, Jungakademiker, Kaufleute am Beginn ihrer Laufbahn, aufstrebende Unternehmer. Langsam wandelt sich der Raum in eine Art Seminar.

Der Mönchengladbacher Verein um dessen Vorsitzenden Mark Nierwetberg lädt regelmäßig zu solchen Treffen ein, „um Leute zusammenzubringen, die sich sonst nicht begegnen würden, hier aber feststellen, dass man durchaus etwas zusammen machen kann“. An diesem Abend sollten sich ursprünglich drei Start-ups vorstellen. Allerdings wird sich ein Projekt überraschend doch erst beim nächsten Treffen in einem Kurzvortrag präsentieren und dem Auditorium zum Gedankenaustausch stellen.

Zum Auftakt des „meetup“ nutzen Kai Kalina, 23, Azubi, und Marc Wetten, 22, Student, die Gelegenheit und berichten über ihre Absicht, eine App zu etablieren, die den Nutzern den schnellen und einfachen Überblick über alle möglichen Veranstaltungen bietet. Mit „Event“, so ihre feste Überzeugung, „entfällt das lästige Suchen auf den verschiedenen Plattformen im Internet nach interessanten Partys, Konzerten, oder anderen Kulturveranstaltungen“. Die anschließende Diskussion bietet nicht nur Kritik an der Machbarkeit der Idee, die noch in der Entwicklungsphase steckt. Die beiden bekommen auch jede Menge nützlicher Tipps zur Vermarktung, Finanzierbarkeit, etc.. Im Publikum sitzt geballtes Fachwissen. Nierwetberg bringt es auf den Punkt: „Das ist der Sinn unserer ehrenamtlichen Arbeit, jeder kann davon profitieren.“

Im Anschluss stellen Delia Großmann und Jan-Niclas Müller Cakerella vor. Das Start-Up ist gerade mit seinem Angebot online gegangen. Auch in ihren Schilderungen schimmert die Bedeutung der Hochschule Niederrhein durch. Der Anbieter von Zutaten und besonderes Zubehör für Torten ist nämlich aus einem Kurs der Hochschule hervorgegangen, erzählt Jan-Niclas Müller: „Mit der konkreten Umsetzung unserer Pläne haben wir vor etwa einem Jahr begonnen.“ Begleitet und unterstützt vom auch erst seit gut einem Jahr arbeitenden Verein NextMG. Es seien jede Menge Fragen und Probleme zu bewältigen gewesen. Daher bedankte sich Delia Großmann ausdrücklich bei der Stadtsparkasse und beim Geschäftsführer des SMS-Businesspark André Rahmen, „ohne deren Hilfe wir nicht dort wären, wo wir jetzt stehen“. Sie hatten eine Menge zu stemmen, rund 15.000 Euro selbst eingebracht, brauchten aber insgesamt 80.000 Euro.

Für Mark Nierwetberg ist Cakerella „die eigentliche Geschichte, warum wir den Verein machen. Wir wollen Netzwerkern eine Chance geben. Und wir machen das aus Spaß an der Freude, hier so etwas auf die Beine zu stellen.“ Nach einem Jahr Arbeit im Verein stellt Nierwetberg fest: „Wir haben im Bereich Gründer viel erreicht, müssen bei IT-Aus- und Weiterbildung sowie digitaler Transformation aber nachlegen.“

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