NRW Vorgestellt

Heute fließt das erste Költ-Bier in Monheim am Rhein

Am heutigen Altweiberdonnerstag werden in der „Biermanufactur“ an der Turmstraße in Mohnheim erstmals 800 Liter „Költ“ ausgeschenkt. Das neue Monheimer Craft-Bier ist sprachlich und farblich ein Mittelding zwischen Kölsch und Alt.

Damit schwimmt es auf der Modewelle Trend-Biere aus Mikro-Brauereien. Die ist aus den USA nach Deutschland hinübergeschwappt, daher auch der Oberbegriff: englisch „craft“, zu deutsch „handwerklich arbeiten“; in Abgrenzung zu „industriell“ produzierten Megamengen Bier.

Für das Monheimer Start-up-Unternehmen sammelten die Macher ihr Kapital im Internet per Crowdfunding-Kampagne ein. Mehr als 20.000 Euro kamen zusammen. Das Design war Ehrensache – zwei der drei Költ-Gründer (Matthias Ross und Hans Berlin) sind gelernte Designer (neben Brauer Henning Barkey von der „Biermanudactur“). Das Logo ist eine besondere Ähre: Links und rechts sprießen aus ihr die Spitzen des Kölner Doms hervor, in der Mitte der Düsseldorfer Fernsehturm.

Der Brauort liegt bekanntlich am Bieräquator zwischen Köln und Düsseldorf. Zwei rivalisierende Städte am Rhein, ein Gründer namens Berlin, der aus Münster kommt: Kann das funktionieren? „Kölsch und Alt sind beides obergärige Biere“, sagt Berlin.

Bier-Sommelier Michael Zepf aus München gießt hingegen Wasser in den Gerstensaft: „Die Idee ist nett, aber der große Wurf wird das wohl nicht.“ Köln und Düsseldorf pflegen ihre Rivalität: „Keiner will eine Mischung haben.“ Ein obergäres, bernsteinfarbenes Bier gebe es zudem schon: „Das ist ein Brown Ale. Es ähnelt auch dem Wiener Lager. Die Farbe ist schön, keine Frage.“ Aber geschmacklich könne man Alt und Kölsch nicht zusammenbringen. „Das Alt ist röstmalzbetont, das Kölsch leicht und fruchtig“, sagt Sommelier Zepf.

Ab heute können die Monheimer gegen dieses Urteil antrinken.

 

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