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Berliner Start-up bekommt Unterstützung

Die in Radevormwald ansässige Firma Gira ist eine Minderheitsbeteiligung am Berliner Start-up-Unternehmen Senic eingegangen. Der Gebäudetechnikspezialist unterstützt damit das Hardware- und Software-Team rund um Felix Christmann, Tobias Eichenwald und Philip Michaelidis, die sich auf die Kreation von Smart Home Interfaces spezialisiert haben. Die Zusammenarbeit mit dem jungen Unternehmen soll jedoch nicht die Einzige bleiben.

Gegründet wurde Senic 2013 von ihren drei Schöpfern in deren Wohngemeinschaft in Berlin-Kreuzberg. Mit Unterstützung des amerikanischen Gründerforums „Y-Combinator“ und finanziert durch die globale Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“, brachte Senic seither einen digitalen Controller zur Marktreife, mit dem sich Smart Home-fähige Anwendungen wie Musik und Licht intuitiv steuern lassen. 2018 wird eine mit Sprachsteuerung ausgestattete Leuchte folgen. Senic beschäftigt inzwischen mehr als 20 Mitarbeiter, heißt es in einer Mitteilung von Gira.

„Mit Senic und Gira treffen zwei Welten aufeinander: das etablierte, 113 Jahre alte Familienunternehmen und die herrlich bunte Truppe junger kreativer und technikbegeisterter Menschen aus vielen Teilen der Welt, die einfach mal losgelegt haben und jetzt die ersten Schritte als Unternehmen gehen“, sagt Dirk Giersiepen, Geschäftsführender Gesellschafter von Gira. „Diesen Kontrast wollen wir produktiv nutzen.“

„Wie Gira setzen wir im Smart Home auf Wertigkeit und Qualität ‚Made in Germany‘, vor allem aber auf Innovationen, die bei der Verbindung von Technologie und Design die Nutzerfreundlichkeit und das Wohlbefinden der Menschen im Auge haben“, sagt Tobias Eichenwald von Senic. Dabei könne man in vielen Bereichen von der langjährigen Erfahrung des Partners aus dem Bergischen Land, etwa mit Blick auf Serienfertigung und Prozesse, dessen technologischer Expertise und ausgezeichneter Position im europäischen Markt profitieren. Umgekehrt möchte Gira die Agilität und die dynamische Kollaborationskultur des Start-ups nutzen, um innovative Formen der Organisation, der Zusammenarbeit und des Projektmanagements ins eigene Unternehmen zu tragen.

Für Gira soll die Partnerschaft mit Senic kein Einzelfall bleiben. Zu diesem Zweck hat Gira die Start-up-Initiative „GNERATOR“ mit Sitz in der Coworking-Community „WeWork“ in Berlin ins Leben gerufen. „Berlin ist außerhalb des Silicon Valleys einer der Standorte, an denen die Gründerszene im Bereich digitaler Informationstechnologien kräftig boomt“, sagt Gira-Technologiegeschäftsführer Christian Feltgen. „Mit ‚GNERATOR‘ bieten wir jungen Technologiefirmen eine eigene Plattform, um sich mit unserem Unternehmen zu vernetzen.“

Deren Aufgabe ist es, spannende Gründerprojekte ausfindig zu machen, diese in der meist schwierigen Entstehungsphase und darüber hinaus durch gezieltes Coaching und Mentoring, aber auch ganz handfest durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Betriebsmitteln zu unterstützen. „Im Mittelpunkt stehen die Arbeitsfelder ‚Internet der Dinge‘, ‚Künstliche Intelligenz‘, ‚Machine Learning‘, ‚Smart Data & Analytics‘ sowie ’nutzerzentriertes Design'“, so Matthias Nawrocki, Senior-Technologiemanager und Leiter der Start-up-Initiative bei Gira.

Es sei keine Voraussetzung für eine Zusammenarbeit, dass Gira Anteile an den Partnerunternehmen erwerbe. Auch das geistige Eigentum an Entwicklungen verbleibt bei den Partnern. „Wir profitieren auf andere Weise von solchen Kooperationen“, erläutert Feltgen.

(wos)

Foto: Gira

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