Archiv - Monat: Apr 2018

Nachrichten NRW

Der Güterverschwendung mit einer App den Kampf ansagen

Der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenwirken – das ist das Ziel, das sich die dänischen Gründer der App „Too good to go“ gesetzt haben. Das Konzept ist simpel: Zu viel produzierte oder übrig gebliebene Speisen und Getränke von beispielsweise Restaurants, Bäckereien und Supermärkten können zu reduzierten Preisen gekauft werden. Doch auch Unternehmen, die keine Lebensmittel produzieren sind interessiert: zum Beispiel das Pflanzencenter Wächter aus Erkrath.
Weiterlesen
Düsseldorf NRW Vorgestellt

App hilft bei der Parkplatzsuche

In der Düsseldorfer Innenstadt suchen Autofahrer oft vergeblich. Ein Unternehmen will nun per App ungenutzte Plätze reservierbar machen.

Weiterlesen
NRW

Grüne wollen Steuererleichterung für Start-up-Gründung

Als die Zeit der rot-grünen Landesregierung nach der Wahl beendet war, hat sich Matthi Bolte-Richter auf die Reise gemacht. Man habe sich damals viele Gedanken gemacht, was man verändern wolle, erzählt der Grünen-Politiker – auch in der eigenen Arbeit. „Wir haben zum Beispiel in der Regierungszeit die Erfahrung gemacht, dass wir zu wenig draußen waren und mit den Leuten gesprochen haben“, sagt er: „Das soll uns nicht nochmal passieren.“

Also ist der digitalpolitische Sprecher der Grünen gereist, hat Mittelständler, Start-ups und Hochschulen besucht, um zu erfahren, was passieren muss, damit NRW Vorreiter bei der Digitalisierung wird. Das Konzept will die Partei in Kürze vorstellen, einiges ist aber schon klar.

So will man sich auf Bundesebene für Änderungen bei der steuerlichen Forschungsförderung einsetzen. Momentan sei es so, dass Unternehmen Forschungsausgaben steuerlich absetzen können, sagt Bolte-Richter: „Start-ups hilft das aber nicht, weil sie anfangs oft keinen Gewinn machen. Unser Vorschlag ist daher, dass Start-ups den Betrag, den sie steuerlich absetzen würden, einfach ausgezahlt bekommen.“

Auch Mittelständler, die mit hausinternen Start-ups experimentieren, sollen entlastet werden. In NRW hat etwa der Anlagenbauer SMS Group ein Start-up gegründet, um innovativer zu werden. „Wer so ein Start-up gründet, um Forschungsleistungen auszugliedern, sollte das steuerlich absetzen können.“

Hochschulen wiederum sollen ein eigenes Gründerbudget zur Verfügung gestellt bekommen, um Start-ups zu unterstützen. „Man kommt als Gründer oft nur mit großem Aufwand an Projektmittel“, hat Bolte-Richter an der Uni Paderborn erfahren: „Und natürlich müssen wir uns auch anschauen, ob die Start-up-Förderung wirklich bei allen ankommt. Wie kriegen wir es zum Beispiel hin, dass auch Nicht-Akademiker, zum Beispiel Handwerker, an Fördermittel kommen?“ Momentan dürften Nicht-Akademiker nämlich auf Förderprogramme wie HochschulStart-up.NRW oder das Exist-Gründerstipendium nicht zugreifen.

An den sechs digitalen Hubs, die noch unter Rot-Grün eingeführt wurden, um die Start-up-Szene zu vernetzen, will die Partei festhalten – und sie ergänzen. „Wir könnten uns zum Beispiel Hubs zu speziellen Fragestellungen vorstellen, etwa Nachhaltigkeit.“ Auch die Gründung eines Digitalinstituts könne man sich weiterhin vorstellen. „Es braucht eine Stelle, die interdisziplinär den Weg nach vorne weist“, sagt Bolte-Richter: „Einen Leitstern.“

Gleichzeitig will man die Frauenförderung stärker in den Blick nehmen. Nur 13,6 Prozent der Gründer an Rhein und Ruhr waren zuletzt laut einer Studie weiblich. Bolte-Richter will daher bessere Beratungsangebote für gründungswillige Frauen schaffen. „Man muss nüchtern festhalten, dass Frauen anders gründen als Männer. Männliche Gründer muss man häufiger von hohen Wolken runterholen, während Frauen eher mehr Wind unter den Flügeln brauchen.“

Und auch die Politik kann aus Bolte-Richters Sicht noch einiges von Start-ups abschauen: „Man gönnt sich in der Szene auch gegenseitig Erfolge, gibt sich Ratschläge und kooperiert. Diese Offenheit können Parteien auf jeden Fall von der Gründerszene lernen.“

Weiterlesen
Nachrichten

Heute einfach mal scheitern

Mann verzweifelt an Fenster

Du kennst sicher auch diese eine Person in deinem Freundeskreis, aus dem Fernsehen oder der Zeitung, bei der alles perfekt läuft. Karriere, Familie und die Haare liegen sowieso immer optimal. Es gibt diese Menschen, die einfach mit ihrem Auftreten und ihrer ganzen Persönlichkeit eine Perfektion ausstrahlen, die zum Träumen und Nacheifern anregt. Manchmal werden wir vielleicht sogar etwas neidisch, da bei ihnen alles wie am Schnürchen zu laufen scheint und wir wieder einmal Steine in den Weg gelegt bekommen.

Weiterlesen
NRW

Weselerin will Veggie-Burgerladen in Berlin gründen

Der Countdown läuft: Noch bis Sonntag haben die Weselerin Tatjana Neu und ihre Freunde Pit Reger und Lena Schultheiß Zeit, um ihr Crowdfundingziel von 25.000 Euro zu erreichen. Sie wollen in Berlin die „Neue Republik Reger“ gründen.

Weiterlesen
Köln Nachrichten

Der Flugsimulator für Chirurgen

Chirurgen am Operationstisch

In einem neuen Trainingszentrum in Köln sollen Unfallchirurgen die Möglichkeit haben, realitätsnah komplizierte Brüche zu operieren – an Amputaten von Körperspendern. Dafür ist „Rimasys“ verantwortlich. Das Start-Up hat das erste chirurgische Trainingszentrum eröffnet.

Bevor ein Pilot einen Airbus mit Passagieren fliegen darf, muss er in vielen Stunden lernen, einen Simulator perfekt zu steuern. In der praktischen Ausbildung von Unfallchirurgen gab es bislang keine Art von „OP-Simulator“. Mediziner üben an künstlichen Knochen und als Studenten an unverletzten Humanpräparaten im Anatomie-Kursus. „Das bereitet einen Arzt aber nur bedingt auf den Operationsalltag vor“, sagt Robert Holz. Der 35 Jahre alte Leverkusener ist einer von drei Geschäftsführern der Firma  „Rimasys“. Fragt man die Jungs, was sie beruflich machen, sagen sie: „Knochen brechen.“

Tatsächlich stellt ihre Firma – und das mag befremdlich klingen – „realitätsnahe Frakturen mit geschlossenem Weichteilmantel“ her. Das heißt: Sie bieten Ärzten die Möglichkeit, an Körperspendern spezielle Operationen zu üben – einen komplizierten Beinbruch etwa. Ziel ist es, bestimmte schwierige Brüche und Verletzungen besser zu verstehen, und Ärzten in der Aus- und Fortbildung realistische Frakturen zeigen zu können. Die Mediziner können an den Körperteilen das üben, was sie später unter größtem Stress und Zeitdruck im Operationssaal können müssen.

„Endlich darf ich als Chirurg fliegen“

Im Gebäude des „Bio Campus Cologne“ im Kölner Westen hat das Start-Up „Rimasys“ am Freitag ein chirurgisches Trainingszentrum eröffnet. „Cadlab Academy“ haben sie das Zentrum genannt, in dem drei Operationssäle mit zehn OP-Tischen stehen. Bis zu 60 Mediziner können hier gleichzeitig trainieren. „Die Chirurgen müssen das jetzt nicht mehr in der Klinik lernen, sondern quasi am Simulator, dem Amputat eines Körperspenders – bevor sie am lebenden Patienten operieren“, sagt Marc Ebinger, ebenfalls Geschäftsführer bei „Rimasys“.

Chefchirurg Matthias Münzberg, Leiter des Bereichs Berufsgenossenschaften der Kliniken Ludwigshafen und Tübingen, sagt: „Endlich darf ich als Chirurg fliegen.“ Er hat ständig mit komplizierten Brüchen zu tun und schon sehr viele Schwerverletzte nach Arbeitsunfällen operiert. „Es gibt so viele unterschiedliche Brüche“, sagt er. „Und es passiert oft, dass ein Facharzt eine Fraktur auf dem OP-Tisch hat, die er erst einmal operiert hat.“ 50 Mal wäre besser, im Alltag kommen manche komplizierten Brüche aber nur selten vor. Münzberg hält viel von der Möglichkeit, dass Ärzte wie Piloten an einem Simulator spezielle Frakturen auch mal dreimal nacheinander üben können, „ohne Alltagsstress und Zeitdruck“, das sei für Anfänger genauso wertvoll wie für Spezialisten.

Miriam Luxenhofer gehört mit 24 Jahren zu den Anfängern. Sie studiert im zehnten Semester Medizin in Heidelberg und operiert am Freitag im Kölner Trainingszentrum zum ersten Mal eine Handgelenkfraktur. „Das ist zwar ein relativ häufiger Bruch, aber als Studenten operieren wir ja eigentlich gar nicht“, sagt sie. Sie fixiert das gebrochene Gelenk mit einer Titanplatte und Schrauben. „Es hat ganz gut geklappt, dafür dass es das erste Mal war“, sagt sie.

Kliniken können die Operationssäle etwa für das Training ihrer OP-Teams buchen. Auch Medizintechnik-Unternehmen gehören zur Zielgruppe. Anmeldungen gibt es wohl schon genug.

 

Foto: Rimasys

Weiterlesen
Düsseldorf NRW

170 Veranstaltungen zur dritten Startup-Woche in Düsseldorf

Vom 13. bis zum 20. April findet die Startup-Woche in Düsseldorf statt. Mit rund 170 Veranstaltungen in sieben Tagen. Und mit Themen von Konzeption und Marketing bis zu Finanzierung und Förderung. Wir geben euch den Überblick.
Weiterlesen
Düsseldorf Düsseldorf Jobs Nachrichten NRW Rest der Welt Vorgestellt

Start-up-Kult: Lebensgefühl oder Wirtschaftszweig?

Start-Up Monitp 2016: immer mehr Gründer zieht es mit ihren Start-Ups nach NRW in die Region Rhein-Ruhr. Besonders Koeln und Düsseldorf sind beliebt.
In Kalifornien ist das Mekka der Start-ups. In Deutschland liegt das sonst eher arme Berlin vorn. Das unscheinbare Düsseldorf holt aber auf.
Weiterlesen
Ankündigungen NRW Vorgestellt

Nachhaltige Mode in Leverkusen -„weniger ist mehr“

Sebastian Schulz-Dobrick stellt ökologische Pullover her. Er ist für Minimalismus und gegen die Schnelllebigkeit der Mode-Industrie.

Weiterlesen
Düsseldorf Düsseldorf Nachrichten NRW NRW Startschuss Vorgestellt

Vidar Andersen – „Gründersendung zeigt Start-ups als Bettler“

Düsseldorf. Vidar Andersen ist Unternehmer, Startup-Gründer, Investor, Dozent und Berater von Großunternehmen zum Thema Innovation und Wachstum. Der Mit-Initiator des Rheinland-Pitches und Start-up-Berater berät einmal pro Woche im Startplatz junge Unternehmer. Er selbst gründete 1997 sein erstes Unternehmen.

Weiterlesen