NRW

Krefelder startet mit Modelabel durch

Michael Fedder vertreibt Krefelder Streetwear. Künftig soll es Kooperationen mit Künstlern geben, deren Werke zum Beispiel als Rücken-Aufdruck auf neuen T-Shirts oder Jacken Platz finden könnten.

In den vergangenen Monaten konnte man sie in der Krefelder Innenstadt immer häufiger entdecken: Menschen mit senfgelben, weinroten oder schwarzen Mützen auf dem Kopf, die ein kleines, quadratisches Logo zieren. Erstmal nicht ungewöhnlich, vor allem nicht im Winter, aber dem einen oder anderen könnte der Schriftzug auf den Mützen aufgefallen sein: „kr.city“ steht da, in kleinen Buchstaben, leicht kursiv.

Dahinter steckt tatsächlich ein einziger Krefelder, der im letzten Jahr kurzerhand sein eigenes Modelabel gegründet hat. Michael Fedder ist sein Name, und er findet, für junge Leute muss in Krefeld mehr passieren. Die allererste Idee für eine Krefelder Streetwear-Marke kam ihm vor ungefähr einem Jahr, im April 2017. Also begann er, mit verschiedenen Stoffen, Drucktechniken und Schnitten herumzuexperimentieren. Das positive Feedback aus seinem Bekanntenkreis motivierte ihn, weiterzumachen und in seinem Wohnzimmer die ersten Shirts mit „kr.city“-Aufdruck zu produzieren. Meistens abends, denn eigentlich arbeitet er Vollzeit, in einer Krefelder Kreativagentur namens „Montagmorgens“. Nachdem der Verkauf seiner Produkte über soziale Medien wie Facebook und Instagram weiter ins Rollen kam, erklärte er es zu seinem Jahresziel für 2017, 25 T-Shirts zu verkaufen. Das erreichte er locker – und verkaufte noch dazu 50 der beliebten „kr.city“-Mützen, die daraufhin wochenlang ausverkauft waren.

Ursprünglich hat Michael Fedder in Köln Eventmanagement studiert, dann zog er nach München, wo er ebenfalls in einer Agentur arbeitete. Im vergangenen Jahr zog es den 28-Jährigen zurück nach Krefeld, wo er aufgewachsen ist. „Hier hat sich nicht viel verändert. Es tut sich aber schon einiges in die richtige Richtung“, betont er. Man höre oft von den älteren Krefeldern, früher sei in der ehemaligen Samt- und Seidenstadt alles besser gewesen: „Ich erlebe hier regelmäßig, dass die Älteren unzufrieden mit ihrer Stadt sind, aber selbst nichts ändern und diesen Frust dann an die jüngeren Generationen weitertragen“, berichtet Fedder von der Entstehung seiner Idee zu „kr.city“. Dabei seien es jedoch gerade die jungen Leute, die die Stadt nach vorne bringen könnten.

„Ich finde die Stadt super cool, hier ist extrem viel Potenzial vorhanden. Die kreative Szene ist total vernetzt, man kennt sich eben“, erwähnt Michael Fedder immer wieder. Das sei ein großer Vorteil, den Krefeld gegenüber Großstädten wie Berlin, Köln oder Hamburg hat. Deshalb gefällt ihm auch, dass er durch sein Label immer wieder neue Leute kennenlernt, denn seine Kunden holen ihre bestellte Kleidung in der Regel bei ihm zuhause persönlich ab.

Fedders Vorhaben für 2018 ist es, sein Angebot um weitere, qualitativ hochwertige Produkte zu erweitern. Anfang des Jahres kamen zu den Shirts und Mützen bereits Hoodies dazu: Kapuzenpullover in Schwarz und Grau, perfekt für die kühle Jahreszeit. Der Plan für das nächste Projekt ist auch schon in Arbeit: Es soll künftig Kooperationen mit Krefelder Künstlern geben, deren Werke zum Beispiel als Rücken-Aufdruck auf neuen T-Shirts oder Jacken Platz finden könnten.

Die Produkte von kr.city sind unter http://www.krcity.de zu sehen.

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