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Kaarster Uhren-Startup will den Markt erobern

Mit ihren Modellen gingen Ulf Rademacher und Dennis Esser im Dezember 2017 an den Start – um eine Marktlücke zu füllen.

Als der englische Prinz Harry (34) im Mai dieses Jahres die Amerikanerin Meghan Markle (37) heiratete, saßen Millionen Zuschauer gebannt vor dem Fernseher. Als Adelsexperte berichtete Michael Begasse exklusiv für RTL von der Hochzeit des Jahres.

Während das Publikum vermutlich nur Augen für die Braut hatte, fokussierten sich die Blicke von Ulf Rademacher und Dennis Esser eher auf ein Handgelenk von Michael Begasse. Denn der Moderator trug eine von ihnen entworfene Uhr der Kaarster Marke „Rewolv“. Dieses von Rademacher und Esser gegründete Start-up-Unternehmen ist seit Dezember vergangenen Jahres am Markt und versucht sich dort zu behaupten.

Die beiden dynamischen Jungunternehmer hatten sich beim Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in Aachen kennengelernt, auf dessen Masterabschluss sie derzeit noch hinarbeiten. Als berufliche Perspektive schien ihnen die Selbstständigkeit die aussichtsreichste zu sein.

„Mit den Uhren, die am Markt sind, waren wir nicht so zufrieden“, erklärt Ulf Rademacher. Denn gute Qualität sei meist sehr hochpreisig – hier sollte es eine kostengünstigere Alternative geben, die trotzdem qualitativen Ansprüchen gerecht werde. Im September 2016 begannen Rademacher und Esser mit dem Zeichnen von Entwürfen diverser Uhren. Das Besondere: Mit einem Preis von circa 200 Euro sind alle Modelle hinsichtlich ihrer Ausstattung extrem gut kalkuliert – sie sind wasserdicht, haben ein gewölbtes Saphirglas, einen verschraubten Boden und leicht zu wechselnde Armbänder in Roségold, Silber und wasserabweisendem Silikon.

Nach einem Jahr theoretischer Vorbereitung wurde ein Produzent gefunden und ab Dezember 2017 konnten die Uhren per Internet bestellt werden. Die Finanzierung erfolgte über Privatkredite.
Mittlerweile wurde das Sortiment um Armreifen aus Roségold erweitert, die auf der Innenseite individuell graviert werden können. Den Reifen ziert auch das Logo von Rewolv – ein stilisierter Wolfskopf als Symbol für einen Querdenker, der ein neues „Rudel“ bildet. Die Nachfrage sei gut, so Ulf Rademacher. Natürlich müsse man sich von der Konkurrenz abheben: Jedes Produkt werde deshalb in einem besonders gestalteten Karton plus Infomaterialien versandt.

„Es ist ein tolles Gefühl, etwas Eigenes zu verkaufen und selbst zu verschicken“, erklärt Ulf Rademacher. Unabdingbar für die Gründung eines Start-up-Unternehmens sind Verwandte, Bekannte und Freunde, die einem helfen – das Jungunternehmen nutzt beispielsweise noch Räume in Rademachers Holzbüttger Elternhaus für Büroarbeit und Lagerung der Produkte. „Darüber sind wir sehr glücklich, allerdings suchen wir schon nach neuen Räumen, denn das Haus wird verkauft“, so Rademacher, der in Düsseldorf lebt.

Nach dem Masterabschluss wollen sein Partner und er das Unternehmen in Vollzeit führen und so viele Produkte wie möglich selbst herstellen, wie etwa die aktuellen Produktbilder.
Ohne großen persönlichen Einsatz gehe es allerdings nicht, betont Rademacher. Einige wertvolle Erfahrungen konnte er schon bei verschiedenen Vorträgen weitergeben. Seine Vision für die Zukunft: Uhren in Gold sowie Halsketten mit dem Rewolv-Logo anzubieten. Langweilig wird es dem Unternehmer-Duo also so schnell bestimmt nicht werden.

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