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Start für Online-Supermarkt „getnow“

Das 2015 gegründete Startup „getnow“ expandiert im Rheinland. In Neuss wurde daher ein neuer Standort eröffnet. Für das Unternehmen ist es der dritte nach München und Berlin. Geschäftsführer ist der Neusser Dominik Reinartz.

Der Online-Supermarkt „getnow“ startet im Rhein-Kreis Neuss. Das 2015 gegründete Startup treibt seine deutschlandweite Expansion damit voran und hat nach den Standorten in München und Berlin einen dritten Standort eröffnet – in Neuss. Von dort aus soll aber nicht nur der Rhein-Kreis, sondern das gesamte Rheinland in den Blick genommen werden. Seit diesem Monat beliefert „getnow“ Neuss und Umland inklusive benachbarter Städte wie Mönchengladbach und Krefeld. Weitere Regionen und Großstädte sollen folgen. Die Botschaft ist klar: „getnow“ will wachsen.

Das Startup setzt auf ein flexibles Liefermodell, das eine Lieferung noch am selben Tag garantiert. Derzeit befinden sich mehr als 12.000 Produkte im Sortiment. Der Standort in Neuss ist an der Metro angesiedelt, die Vertragspartner von „getnow“ ist. Beliefert werden Endverbraucher und Kunden aus dem B2B-Segment innerhalb von 90 Minuten beziehungsweise zu einer ausgewählten Wunschzeit durch den Partner DHL. Der Geschäftsführer von „getnow“, Dominik Reinartz, nimmt bereits die nächsten Schritte in den Blick.

„Unser Ziel ist es, neben den Städten auch unterversorgte Gebiete in der Nähe zu Großstädten zu stärken und unseren Kunden damit die Lebensmittel zu liefern, die sie für ihren täglichen Bedarf benötigen.“ Das ehrgeizige Ziel: Bis Ende 2019 soll ganz Deutschland von „getnow“ beliefert werden.

Für Dominik Reinartz ist der Start im Rheinland etwas Besonderes. Der 40-Jährige stammt aus Neuss, sein Vater ist der frühere Bürgermeister Berthold Reinartz. „Für mich als Ur-Neusser ist es schön, dass wir jetzt mit ,getnow’ einen Standort in meiner Heimatstadt haben“, sagt Dominik Reinartz.

Die Expansionspläne zeigen auch, wie viel Bewegung im Online-Lebensmittelhandel ist. Zwar betrug der Onlineanteil der Lebensmittelbranche am Einzelhandel laut Handelsverband Deutschland (HDE) im vergangenen Jahr lediglich 1,1 Prozent. Aber es handelt sich um ein Segment, das im Vergleich zu Bereichen wie Mode und Elektroartikel noch deutlichen Nachholbedarf hat. Daher ist die Wachstumsrate entscheidend. Laut „Online Monitor 2018“ des HDE hat der Online-Lebensmittelhandel im vergangenen Jahr um 17,5 Prozent zugelegt. Er wird daher von den Handelsexperten als „dynamische Nachzüglerbranche“ eingestuft. Noch. Denn das Segment wächst, und die Akteure drängen in die Fläche.

Für die Kunden ist das eine gute Nachricht. Schließlich belebt Konkurrenz das Geschäft. Letztlich stimmen die Kunden mit ihrem Kaufverhalten ab. Neben dem Preis geht es dabei auch um Service und Qualität. Vor allem aber geht es darum, dass flächendeckende Versorgung ermöglicht wird. Dominik Reinartz nennt genau dies als einen Bestandteil der Strategie von „getnow“. Nicht nur die Ballungszentren werden beliefert, sondern auch kleine Orte. Mit der Metro als Partner verfügt „getnow“ zudem über ein großes Sortiment, das bis zu exotischen Obst- und Gemüsesorten, frischem Fisch und Bürobedarf reicht.

Für den Online-Supermarkt Picnic, der Anfang des Jahres im Rhein-Kreis Neuss offiziell gestartet und inzwischen nach Mönchengladbach expandiert ist, drängt mit „getnow“ ein neuer Wettbewerber auf den Markt. Es wird spannend, die Entwicklung der beiden sich durchaus unterscheidenden Geschäftsmodelle – Picnic mit eigener Lieferflotte, eigenen Hubs und unter anderem Edeka als Partner, ,getnow’ mit den Partnern DHL und Metro – zu verfolgen.

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