NRW Vorgestellt

Die magischen Fußabdrücke aus Flingern

Das Startup: „The Magic Footprint“ hält Fußabdrücke von Babys für die Ewigkeit fest.

In Kürze ist Simone Braun-Unger Mutter von zwei Kindern. Der kleine Henri ist ausgezählt und wird hoffentlich gesund das Licht der Welt erblicken, Schwesterchen Frida ist jetzt zweieinhalb. Ein paar Wochen will sich die 37-Jährige, die seit anderthalb Jahren in Flingern lebt, eine Auszeit nehmen, sich dann aber wieder zügig ihrer Geschäftsidee widmen. „The Magic Footprint“ heißt diese, und das Produkt ist vielleicht das schönste (weil emotionalste und nachhaltigste) Geschenk, das man jungen Eltern machen kann. Auf einer Trittschaumplatte, wie man sie vom Orthopäden kennt, lässt sich der Fußabdruck des Babys festhalten, „und zwar ganz ohne Sauerei“, wie die Start-up-Unternehmerin beteuert – und das für die Ewigkeit, eine durchsichtige Acryplatte sorgt dafür, dass der Fußabdruck für immer erhalten bleibt. Aber das ist nicht alles. „Der Babyname wird dann mit Buchstabenperlen auf der Box angebracht und dazu mit einem Spitzenbändchen und goldenem Glöckchen verziert“, erklärt Braun-Unger.

Auf die Idee kam die 37-Jährige, als sie wieder einmal vor der Frage stand, was man denn nur zur Geburt eines Kindes schenken soll. „Plötzlich waren im Bekanntenkreis gefühlt alle Freundinnen schwanger, und ich hatte keine Lust, immer nur Strampler oder Schnullerkette mitzubringen“, erzählt Simone Braun-Unger. „Es sollte doch etwas Persönliches und auch Bleibendes sein.“ Die Fußabdruck-Idee an sich ist dabei natürlich nicht wirklich neu, „die ansprechende und liebevolle Verpackung aber schon“, sagt die zweifache Mutter. Gerade die Personalisierung auf dem Karton ist wichtig, denn die Namensfindung ist für Eltern bekanntlich ein hochemotionales Thema. „Und wenn sie den Namen dann vielleicht zum ersten Mal geschrieben sehen, ist das schon etwas ganz Besonderes“, weiß Braun-Unger aus Erfahrung.

Quasi den ersten Schritt in die Selbstständigkeit hat die 37-Jährige bereits im Frühjahr vergangenen Jahres gemacht, als sie, inspiriert von ihrer kleinen Tochter, mit ihrem Blog „f ist for frida“ online ging. „In dem Blog beschreibe ich meine Erlebnisse als Mutter, schildere die Macken und Spleens von Frida, zeige auch schon mal mein Wochenende in Bildern oder gebe Mode- und Deko-Tipps fürs Kinderzimmer“, erzählt Braun-Unger. Und natürlich vertreibt sie nun auch „My Magic Footprint“ über den Blog, außerdem dient ihr Amazon als Verkaufsplattform. „Als zweifache Mutter ist das alles schon eine große Herausforderung. Aber das ist nur eine Frage des richtigen Zeitmanagements.“

„Ob das Ganze wirklich ein Erfolg wird, steht und fällt natürlich mit meinem Bekanntheitsgrad. Aber das Feedback im Freundeskreis und auch auf Messen ist schon mal ausschließlich positiv“, sagt die Jung-Unternehmerin, die bereits auf einige Stammkundinnen bauen kann, die mehrfach bei ihr eingekauft haben.

Simone Braun-Unger stellt das Produkt komplett alleine her, „nur mein Mann muss am Wochenende schon mal helfen“. Im nächsten Jahr will sie mit „My Magic Footprint“ in den Handel gehen und optimalerweise auch Baby-Läden beliefern. Für den Fall, dass das alles nicht so wie gewünscht funktioniert, hat sie parallel Plan B entwickelt: „Natürlich ist das Konzept auf Hunde oder Katzen übertragbar.“ Die Boxen mit „Wuff“- und „Miau“-Buchstabenperlen inklusive Kaltschaumplatte für Pfoten- und Tatzenabdruck kann man bei Simone Braun-Unger ebenfalls bereits erwerben.

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