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„Pillendreher“ überzeugt die Jury der Hochschule Düsseldorf

Fünf Studierendenteams präsentieren beim HSD-Gründerwettbewerb ihre Geschäftsideen. Dafür interessierte sich auch die Stadt Düsseldorf.

Das Wirtschaftsförderungsamt der Landeshauptstadt hatte den Abteilungsleiter Branchenentwicklung, Start-up-Support und Unternehmensservice, Daniel Adler, in den Hörsaal der Hochschule Düsseldorf (HSD) geschickt: Fünf Studierendenteams präsentierten im Rahmen des HSD-Gründerwettbewerbs in einem je zehnminütigen Vortrag ihre Geschäftskonzepte, stellten sich den Fragen einer Jury und warteten auf die Bewertung.

Schließlich setzten Brigitte Grass (Präsidentin HSD), Gerrit Schumann (CDO Handelsblatt Media Group) und Peter Hornik (Geschäftsführer Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland) die „Pillendreher“ auf Platz eins. Edda Celine Müller, Jens Seggewiß, Nicolas Esch, Niels Schiffer und Niklas Kremer haben einen computergesteuerten Automaten entwickelt, der verschiedene Tabletten selbstständig auswählt, separiert, zusammenstellt, pünktlich ausgibt und sich auch noch zum eingestellten Einnahmezeitpunkt meldet. Die Programmierung der richtigen Tablettenzusammenstellung kann per App oder am Gerät selber erfolgen. „Das ist ein innovatives und zukunftfähiges Produkt“, lobte Grass in der Jurybegründung. „Es gibt immer mehr ältere Menschen, auch mit Demenzproblemen, die auf Medikamente angewiesen sind.“

Insgesamt hatten 40 Teams am HSD-Gründerwettbewerb teilgenommen und so manch innovative Idee entwickelt. Die besten fünf waren zur finalen Präsentation eingeladen worden. „Es ist ein wichtiges Ziel der Hochschule, aus der rein akademischen Welt auszubrechen und Theorie in Praxis zu übersetzen“, erläutert Grass. „Wichtig ist auch die interdiziplinäre Zusammenarbeit. Wir wollen eine starke Durchmischung verschiedener Studienfächer hinbekommen.“ Deshalb richtete sich der Gründerwettbewerb an die HSD-Fachbereiche Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften.

Für einige Teilnehmer aus früheren HSD-Planspielen war der Gründerwettbewerb die Initialzündung zur eigenen Unternehmensgründung. Dabei lassen sowohl die HSD, als auch die Düsseldorfer Wirtschaftsförderung niemanden allein, damit die Selbständigkeit auch Aussicht auf Erfolg hat. „Es gibt ein breites Programm zur Unterstützung, um die Rahmenbedingungen für Start-ups günstig zu gestalten“, so Adler.

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