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Das sind die Top 3 des NRW-Hub-Battles 2019

Im Duisburger Landschaftspark traten die besten Start-ups aus den NRW-Hubs gegeneinander an. Der Gewinner kommt auch bei der zweiten Auflage aus Westfalen.

Zum zweiten Mal traten die besten Start-ups aus den NRW-Hubs gegeneinander an – und erneut kommt das beste Start-up des Landes aus Westfalen. Nachdem bei der Premiere im vergangenen Jahr das Bielefelder Start-up Zahnarzthelden aus Ostwestfalen-Lippe gewonnen hat, konnte sich diesmal das Start-up Clevabit aus dem westfälischen Münsterland durchsetzen.

Beim Hub-Battle im Duisburger Landschaftspark traten diesmal insgesamt 14 Start-ups aus sieben Regionen gegeneinander an. Neben den vom Land geförderten DWNRW-Hubs aus Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet machte auch die Start-up-Region Ostwestfalen-Lippe mit. Drei Minuten hatte jedes Start-up, um seine Idee vorzustellen, am Ende konnten Jury und Publikum ähnlich wie beim Eurovision-Song-Contest Punkte vergeben. Und das kam dabei heraus:

Platz 1: Clevabit (Jury: 12 Punkte, Publikum: 10 Punkte)

Das Start-up aus dem Münsterland will den Bauernhof digitalisieren – auch ohne schnelles Internet an jeder Milchkanne. Dazu hat das Start-up eine Lösung entwickelt, mit der Tierdaten über Sensoren in Echtzeit erfasst und an das Smartphone übermittelt werden können. So kann zum Beispiel die Luft im Schweinestall permanent auf den Ammoniak- oder Kohlendioxid-Gehalt überwacht werden. Die Gründer versprechen: Mit der Lösung von Clevabit sterben am Ende weniger Ferkel.

Platz 2: Lytt (Jury: 7 Punkte, Publikum: 12 Punkte)

Immer wieder kommt es auch heute noch zu sexueller Belästigung, Mobbing oder Diskriminierung in Unternehmen. Lara von Petersdorff-Campen und ihr Team wollen mit Lytt eine digitale Lösung bieten, um solche Vorfälle anonym zu melden – und anschließend in einen Dialog zu treten. „Es gibt sonst niemanden, der sich auf soziale Konflikte am Arbeitsplatz konzentriert“, macht die Gründerin auf der Bühne deutlich. Die Bertelsmann-Group konnte das Unternehmen, das seinen Sitz in Münster hat, aber für die Region OWL an den Start ging, bereits als Kunden gewinnen.

Platz 3: Billyard (Jury: 8 Punkte, Publikum: 8 Punkte)

Das Start-up aus Bonn verspricht, Essenskosten während der Arbeitszeit zu halbieren – und das auch noch mit staatlicher Unterstützung. Möglich mache dies, erklärt Gründer Werner Stapf, ein etwa 50 Jahre altes Gesetz. Demnach können Arbeitgeber steuerlich begünstigt monatlich Essenszuschüsse gewähren, die heutzutage häufig noch in Form von Essensmarken abgewickelt werden. Seit 2016 sei dies auch digital möglich. Und das will Billyard nutzen: Mitarbeiter müssten dafür einfach nur ihre Essensrechnungen fotografieren, den Rest regelt die App. „Wir erfüllen zu 100 Prozent alle gesetzlichen Vorgaben“, verspricht Stapf. 50 Unternehmen habe man schon überzeugt. Einziger Haken: In Betrieben, die eine eigene Kantine haben, funktioniert das System in der Regel nicht.     

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