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Korschenbroicherin bietet Stammtisch für ältere Gründer an

Im Interview spricht die Korschenbroicherin Elke Strauß-Mulder über ihren Stammtisch für Gründer 45+ und den Hype um Jungunternehmer.

Frau Strauß-Mulder, Sie werden am 16. Mai Ihren ersten Stammtisch für Gründerinnen und Gründer der Generation 45+ in Korschenbroich veranstalten. Was genau dürfen wir uns darunter vorstellen?

Strauß-Mulder Der Stammtisch soll eine Plattform für regionale Unternehmer, Selbstständige, Freiberufler und Künstler sein. Die etwas älteren Gründer liegen mir dabei besonders am Herzen. Der Fokus des Treffens liegt auf der Geselligkeit. Bei Essen und Trinken sollen sich die Teilnehmer ungezwungen begegnen und einen netten Abend verbringen. Deswegen möchte ich zu jedem Abend, der von jetzt an monatlich in wechselnden Lokalitäten stattfinden soll, eine künstlerische oder humoristische Einlage einfügen. Am 16. Mai wird der „Traumwandler“ Klaus Lüpertz unter anderem einen kleinen Einblick in sein Showprogramm geben.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, einen solchen Stammtisch einzurichten?

Strauß-Mulder Ich gehöre selbst der Gründer 45+ an und habe mich gefragt, wo ich Gleichgesinnte treffen kann. Oftmals werden Veranstaltungen nur für bestimmte Zielgruppen oder Branchen angeboten, oder es handelt sich um reine Impulsvorträge. Bei unserem Stammtisch soll es keinen Frontal-Unterricht geben. Wenn ich Referenten einlade, sollten es Themen sein, bei denen die Teilnehmer einbezogen werden. Denn meine Erfahrung zeigt, dass in offenen und lockeren Gesprächen viele kreative Ideen entstehen können.

Wieso ein Stammtisch nur für die Generation 45+?

Strauß-Mulder Weil ich der Meinung bin, dass sie unter anderem eine wichtige Zielgruppe für die Wirtschaft darstellt, sie aber weniger gefördert wird. Vorurteile, dass Ältere den Computer oder das Handy nicht richtig bedienen können, sind keine Seltenheit. Doch meine Erfahrung ist, dass durchaus viele mit der Digitalisierung Schritt halten und offen neuen Herausforderungen gegenüberstehen. Es gibt auch die Wahrnehmung, dass die ältere Generation oft nicht genug belastbar sei. Das sehe ich völlig anders, denn Ältere leisten sehr viel. Und besser vernetzt und gefördert können sie auch die jüngere Generation besser unterstützen und somit dem Fachkräftemangel stärker entgegenwirken.

Gibt es einen zu großen Hype um die junge Gründer-Szene?

Strauß-Mulder Ja, der Fokus liegt sehr auf den Jungunternehmern. Und diese bleiben dann meistens auch unter sich. Mit geht es aber nicht um eine Konkurrenz-Veranstaltung. Der Stammtisch soll älteren Gründern aus jeder beliebigen Branche die Möglichkeit geben, sich auszutauschen. Denn Netzwerken ist das A und O. Und man sollte nie aufhören, dazuzulernen, am Ball zu bleiben und sich weiterzuentwickeln.

Wie ist die erste Resonanz auf Ihr Angebot?

Strauß-Mulder Obwohl ich erst vor knapp einem Monat in dem sozialen Netzwerk Meetup eine Gruppe eröffnet habe, hat diese bereits über 70 Mitglieder. Für den ersten Stammtisch haben sich schon 13 Teilnehmer angemeldet. Und ich freue mich über weiteren Zulauf.

Inwieweit kann die Stadt Korschenbroich Sie bei ihrem Vorhaben unterstützen?

Strauß-Mulder Eine Zusammenarbeit ist auf jeden Fall interessant, und ich habe auch bereits Gespräche mit der Wirtschaftsförderung geführt. Sie kann mit Sicherheit Gründern wertvolle Tipps geben. Grundsätzlich können wir beiderseits Multiplikatoren für unsere jeweiligen Netzwerke sein. Zukünftig kann ich mir darüber hinaus durchaus vorstellen, mein Angebot auf weitere Städte in der Region auszuweiten.

Info Erster Termin im Brauhaus zum Anker

Zur Person Elke Strauß-Mulder (53) arbeitet in Korschenbroich als selbstständige Beraterin von Unternehmen in den Bereichen Office und Kommunikation.

Stammtisch Der erste Termin ist am Donnerstag, 16. Mai, ab 19 Uhr im Brauhaus zum Anker, Sebastianusstraße 9.

Kontakt Mailadresse: Stammtisch_Gruender@yahoo.com

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