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Junger Mönchengladbacher Gründer programmiert ein digitales Kleinkind

Jonas Becher spricht über künstliche Intelligenz.

Einen lokalen, branchenübergreifenden Geschenkgutschein und eine künstliche Intelligenz, die unter anderem Geschäftsprozesse optimieren soll, stellten zwei junge Gründer beim Treffen „MeetupMG“ in Mönchengladbach vor. Einer der beiden studiert noch, zieht aber bald mit eigener Firma in Blauhaus ein.

Jan Schnettler von der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach zog bereits nach der Vorstellungsrunde von „MeetupMG“, dem Treffen junger Gründer, ein erstes Fazit: „So ein breites Spektrum hatten wir noch nie.“ Der Einladung des Vereins NextMG waren unter anderem Studenten, Schüler, Bänker, Softwareentwickler, Mitarbeiter einer Krankenkasse, einer Hochschule und andere, nach eigenen Angaben „super Interessierte“ Besucher, ins Gründerzentrum Westend.MG gefolgt.

Die Themen der Referenten Jonas Becher und Thomas Hoffmann hatten es in sich: Der 29-jährige Jonas Becher, der im sechsten Semester an der Hochschule Niederrhein studiert, stellte sein Unternehmen Masasana vor, ein Software-Consultant für maschinelles Lernen und Data Science. Thomas Hoffmann und Alexander Strieder haben mit ihrer Firma Qdega einen City-Gutschein entwickelt, der sich an inhabergeführte Geschäfte und Dienstleister in Köln wendet. „Künstliche Intelligenz wird unsere Arbeitsweise grundlegend verändern“, prognostizierte Becher. „MAI“, wie seine Künstliche Intelligenz heißt, lerne wie ein Kleinkind. Dieses digitale Kleinkind kann bereits eine Menge: „MAI“ hilft bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen, Entscheidungsverarbeitung, dem Reorganisieren von Datenstrukturen, Sprachverarbeitung und Bildanalyse und bei der Qualitätsanalyse von Materialien und Produkten.

Becher hat sowohl für den Onlinehandel ein Betrugspräventionssystem zur Sicherung von Sepa-Lastschriftverfahren auf den Markt gebracht als auch einen „Chat Bot“, der telefonische Wartezeiten minimieren und Supportmitarbeiter entlasten soll. Bald wird er mit seiner Firma im Blauhaus der Hochschule Niederrhein einen zweiten Standort eröffnen.

Wie nah die Technologie am alltäglichen Leben ist, wurde im Vortrag von Thomas Hoffmann deutlich. Die Idee seines Unternehmens: „Schenk lokal“ soll das lokale Gegenstück zum Amazon Gutschein sein: ein geschäftsübergreifender Geschenkgutschein für Gastronomen, Dienstleister und den inhabergeführten Einzelhandel. „Wir wollen die Geschäftskultur in den Veedeln erhalten“, erklärte Hoffmann. Herausforderungen für den Einzelhandel sieht Hoffmann unter anderem im Onlineshopping, in Einkaufszentren, gestiegener Preissensibilität und der Gestaltung der Freizeit. Der Experte für Marketing und Wirtschaftsinformatik erläuterte in seinem Vortrag, wie das Gutscheinsystem funktioniert.

Das nächste Treffen der jungen Gründer im Westend.MG wird im September zur europäischen Mobilitätswoche stattfinden.

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