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Ideenschmiede für junge Unternehmen

Das „Probierwerk“, die neue Ideenschmiede für Leverkusen, nähert sich der Zielgeraden. Ein vergleichbares Projekt gibt es bislang weder in der Stadt noch im Land. Entsprechend geht Frank Obermaier, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WFL), unter deren Dach das „Probierwerk“ angesiedelt ist, von einem „ganz neuen Impuls für die Stadt“ aus. Die Eröffnung ist für Herbst geplant.

Was das „Probierwerk“ so einmalig macht, ist die Kombination von Räumen und Flächen mit kreativen Möglichkeiten zur Ideenfindung sowie Partnern, die dort zusammenarbeiten. Zu letzteren zählen neben Projektleiter Benjamin Schulz und Digital Community Manager Tom Frenzel auch zahlreiche Ehrenamtler sowie das Kommunale Bildungsbüro der Stadt Leverkusen als Träger der Mintförderinitiative zdi-Netzwerk „cLEVer“.

Möglichkeiten im vorgesehenen Standort an der Stauffenbergstraße bieten zehn Startup-Büros, 15 Coworking-Plätze, 150 Quadratmeter für Seminare, Workshops und Veranstaltungen sowie ein Innovations-Lab, in dem vom Startup bis zum Global Player neue, kreative Ideen und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Kurz: Es geht es darum, junge Talente und Know-how mit der etablierten Wirtschaft zu vernetzen. Und darum, die Chancen der Digitalisierung an einem Ort aufzuzeigen. Obermaier: „Wir wollen Impulse schaffen, wie sich junge Menschen auf die Anforderungen und Arbeit von morgen einstellen können.“

Entsprechend wird das Wort „probieren“ im „Probierwerk“ großgeschrieben. Technische Talente können sich etwa auf rund 240 Quadratmetern in der Werkstatt austoben. Oder eigene Fähigkeiten neu entdecken. Neben allerlei Maschinen und Geräten sind die Aufstellung eines 3-D Druckers und eines Laser-Cutters vorgesehen – Dinge, die in der Arbeitswelt von morgen benötigt werden. Kurse wie „Einstieg in 3-D Druck“ vervollständigen die Angebote.

Probieren heißt aber auch: Eine innovative Umgebung für Ideenfindung und Inspiration wird geschaffen. Damit soll laut Obermaier nicht zuletzt der „Intelligenzflucht“ nach Köln entgegengewirkt werden.

Eine wichtige Rolle bei Wissenstransfer und Aufbau eines Ökosystems für Gründungen, vor allem im Bereich der additiven Fertigung, kommt Tom Frenzel zu. Der junge Mann, der das Probierwerk als Plattform für Digitalisierung aufbaut, bietet Unterstützung für Gründer und bestehende Firmen. Er vernetzt sozusagen Talente und Know-how mit der etablierten Wirtschaft. Er zeigt Unternehmen, die überlegen, wie sie Geschäftsmodelle verändern, sich gegen Konkurrenz neu aufstellen oder den Wettbewerb stärken können, wie die Umstellung in betrieblichen Prozessen gut gelingen kann.

Auch Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart sagte: „Startups und etablierte Unternehmen bringen jeder für sich viele Kompetenzen mit. Dieses Wissen müssen wir vernetzen.“ Die Stelle wird für zwei Jahre vom Land im Rahmen der Initiative DWNRW.network gefördert.

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